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1840: Vienna Tramways

Autor: Leonhard "Lonny" Orgler

Wiener Straßenbahnen, bei denen kein Zug je rostet: Jede Linie ist von Anfang an ein „Diesel“, und statt Veralten gibt es laufende Gebühren.

1840: Vienna Tramways Inhalt

So funktioniert es

Spielaufbau
  • 2 bis 6 Spieler: 350 bis 200 Gulden, dazu eine 350er-Karte zum Gründen
  • Unbegrenzte Bank
  • Versteigerung der 6 Privaten (Wiener Sehenswürdigkeiten)
  • [SR1]: Jeder muss das Direktorzertifikat (50%) einer [TC] kaufen und den Kurs festlegen (70-100)
  • Nicht gewählte TCs scheiden aus
  • Danach kommt die [CR1], und der Kreislauf beginnt
Aktienrunde ×1
  • Verkaufen (ein Feld tiefer pro Aktie) und ein Zertifikat kaufen
  • Alle Aktien werden an die Bank gezahlt, zum Kurs
  • Höchstens 60% einer Gesellschaft
  • Wer am Ende das meiste Geld hat, beginnt die nächste
Linienrunde ×2-3
  • Die Linien, von 1 bis 18:
  • 1. Ein Plättchen (legen oder aufwerten)
  • 2. Ein Stadtbahn-Plättchen (20) und die Zusatzaktion dafür
  • 3. Ein Bahnhof (20 bis 100)
  • 4. Die Straßenbahn fährt: unbegrenzte Reichweite, Haltestellen und eigene Bahnhöfe zählen
  • Die Einnahmen kommen auf das «Revenue»-Feld der [TC]
Gesellschaftsrunde ×1
  • Einnahmen der Privaten
  • Die Straßenbahnen im Stapel rücken vor und werden billiger
  • Jede [TC] entscheidet, wie viel von den Einnahmen sie ausschüttet (Vielfache von 10)
  • Die Stadtbahnen fahren und schütten immer aus
  • Straßenbahnen kaufen (max. 3)
  • Linienversteigerung: eine pro [TC] und Runde, max. 3
↻ Wiederholt sich bis zum Ende
Spielende
  • Immer nach der [CR6]
  • Die Stadtbahnen zahlen ×2 in der CR4, ×3 in der CR5 und ×10 in der [CR6]
  • Geld + Aktien zum Kurs
  • −200 für jeden Kredit

Elemente

Spieler
  • Geld und die 350er-Karte zum Gründen
  • Direktor nur einer [TC]
  • Aktien jeder Gesellschaft und Private
Gesellschaften
  • [TC]: 50%-Direktorzertifikat und fünf Aktien zu 10%; erhalten 10 × Startkurs
  • Kasse und Einnahmenfeld getrennt
  • Stadtbahn (W, V, G, [D]): ohne Direktor, fahren selbstständig ihre Linie und schütten alles aus
Linien
  • 18, nummeriert, jede mit ihrer Starthaltestelle
  • Die TCs ersteigern sie
  • Legen Strecke und Bahnhöfe und lassen eine Straßenbahn fahren
Bank
  • Unbegrenztes Geld
  • Straßenbahnstapel: In jeder Gesellschaftsrunde kommt eine neue Farbe, die älteren werden billiger
  • Kredite zu 100, die nie getilgt werden
Private
  • 6 Sehenswürdigkeiten, von 10 bis 60
  • +20 für die Straßenbahn der besitzenden [TC], die dort vorbeifährt
  • Ab der [LR2a] kann eine [TC] sie einem Spieler abkaufen

Wohin das Geld fließt

  • Spieler Bank Aktien (immer von der Bank) und Private kaufen
  • Bank Gesellschaften Beim Kauf des Direktorzertifikats: 10 × Startkurs
  • Linien Gesellschaften Einnahmen der Straßenbahnen, abzüglich Wartung
  • Bank Spieler Dividenden, Einnahmen der Privaten, Aktienverkäufe
  • Gesellschaften Bank Straßenbahnen, Linien, Bahnhöfe und Stadtbahn-Plättchen
  • Spieler Gesellschaften Der Direktor finanziert Pflicht-Straßenbahn oder Wartung mit, notfalls mit Krediten

Phasen

Gelb
Start
Gelb 100 · Orange 300
Straßenbahnen rosten nie
Grün
LR2a
Rot 500 (CR2) · Rosa 600 (CR3)
Die erste rote bringt Wartungskosten für die gelben; TCs dürfen Private kaufen
Braun
LR4a
Lila 800 (CR4)
Rosa und Lila verteuern die Wartung der alten; Lila bringt +200
Grau
LR5a
Keine neuen Farben mehr
Drei Linienrunden vor der [CR6]
  • Die Phasen richten sich nach Runden, nicht nach Zügen: Die Partie hat eine feste Länge.
  • Alte Straßenbahnen verschwinden nicht, aber die Wartung kann sie zum Verlustgeschäft machen.

Eine Runde Schritt für Schritt

Anschauliches Beispiel (die Spielregel hat kein vollständiges): 4 Spieler. Wir begleiten [S1] und seine [WT] von der Privatenversteigerung bis zur zweiten Gesellschaftsrunde. Die Routenwerte sind Richtwerte.

  1. Vor dem Start Geld und eine Karte Phase Gelb

    Zu viert bekommt jeder 260 Gulden und eine «Vorkaufsrecht»-Karte im Wert von 350, nur zum Bezahlen des Direktorzertifikats einer [TC].

    Geld [S1]
    260
    Kasse [WT]
    —
    Einnahmen [WT]
    —
    Kurs [WT]
    —
  2. Privatenversteigerung Die Hofburg Phase Gelb

    Die Privaten werden einzeln versteigert: Das Mindestgebot ist der aufgedruckte Wert, danach in 5er-Schritten. [S1] bekommt die Hofburg (Wert 40, Einnahmen 20) für 45.

    Am Ende wählt, wer am wenigsten Geld hat, zuerst die Spielreihenfolge.

    Geld [S1]
    215
    Kasse [WT]
    —
    Einnahmen [WT]
    —
    Kurs [WT]
    —
  3. Aktienrunde 1 Pflicht-Direktorzertifikat Phase Gelb

    In der ersten Aktienrunde muss jeder Spieler zuerst das Direktorzertifikat einer [TC] kaufen. [S1] wählt die [WT] und einen Kurs von 80. Das 50%-Zertifikat kostet 5 × 80 = 400: Er zahlt mit der 350er-Karte und 50 aus der eigenen Tasche. Die [WT] bekommt von der Bank 800.

    Geld [S1]
    165
    Kasse [WT]
    800
    Einnahmen [WT]
    —
    Kurs [WT]
    80
  4. Aktienrunde 1 Mehr Aktien Phase Gelb

    Zug um Zug kauft [S1] 10% der [WT] (80) und 10% der Stadtbahn [D] (65). Dieses Geld geht an die Bank, nicht an die Gesellschaften.

    In der ersten Aktienrunde darf man nicht verkaufen.

    Geld [S1]
    20
    Kasse [WT]
    800
    Einnahmen [WT]
    —
    Kurs [WT]
    80
  5. Aktienrunde 1 Alle passen Phase Gelb

    Als alle nacheinander gepasst haben, endet die Runde. Die Reihenfolge der nächsten bestimmt das Geld: [S1] mit 20 ist als Letzter dran.

    Geld [S1]
    20
    Kasse [WT]
    800
    Einnahmen [WT]
    —
    Kurs [WT]
    80
  6. Gesellschaftsrunde 1 Einnahmen und Dividenden Phase Gelb

    Die Hofburg zahlt [S1] 20. Die [WT] hat noch keine Einnahmen, schüttet 0 aus und fällt ein Feld, von 80 auf 75. Die [D] fährt und schüttet 70 aus: [S1] bekommt 7.

    Eine Dividende von 10 bis 90 bewegt den Kurs nicht; 100 bis 190 heben ihn ein Feld, und so weiter bis sieben.

    Geld [S1]
    47
    Kasse [WT]
    800
    Einnahmen [WT]
    —
    Kurs [WT]
    75
  7. Gesellschaftsrunde 1 Eine gelbe Straßenbahn Phase Gelb

    Im Stapel liegen jetzt gelbe (100) und orange (300). Die [WT] kauft eine gelbe für 100.

    Eine [TC] darf bis zu 3 Straßenbahnen haben, eine pro Linie.

    Geld [S1]
    47
    Kasse [WT]
    700
    Einnahmen [WT]
    —
    Kurs [WT]
    75
  8. Gesellschaftsrunde 1 Linienversteigerung Phase Gelb

    Die TCs wählen Linien nach Kurs und versteigern sie untereinander: mindestens 20, in 5er-Schritten. Die [WT] gewinnt Linie 7 für 45 und setzt die gelbe Straßenbahn darauf.

    Geld [S1]
    47
    Kasse [WT]
    655
    Einnahmen [WT]
    —
    Kurs [WT]
    75
  9. Linienrunde 1a Das erste Plättchen Phase Gelb

    Die Linien spielen von 1 bis 18. Linie 7 setzt kostenlos ihren Startbahnhof, und da es ihr erster Zug ist, muss das Plättchen an ihre Starthaltestelle.

    Geld [S1]
    47
    Kasse [WT]
    655
    Einnahmen [WT]
    —
    Kurs [WT]
    75
  10. Linienrunde 1a Die Straßenbahn fährt Phase Gelb

    Die Straßenbahn hat kein Haltestellenlimit: Es zählen alle Haltestellen der Strecke und die Kreuzungen, an denen die Linie einen Bahnhof hat. Sie fährt 30, die auf das Einnahmenfeld der [WT] kommen, nicht in die Kasse.

    Geld [S1]
    47
    Kasse [WT]
    655
    Einnahmen [WT]
    30
    Kurs [WT]
    75
  11. Linienrunde 1b Bahnhof und neue Route Phase Gelb

    Linie 7 legt ein weiteres Plättchen und den zweiten Bahnhof (20). Die Straßenbahn kommt weiter und fährt 50.

    Ein Stadtbahn-Plättchen (20) bringt eine Zusatzaktion, etwa ein rotes Innenstadtplättchen oder einen weiteren Bahnhof.

    Geld [S1]
    47
    Kasse [WT]
    635
    Einnahmen [WT]
    80
    Kurs [WT]
    75
  12. Gesellschaftsrunde 2 80 ausschütten Phase Gelb

    Die Hofburg zahlt wieder 20 und die [D] weitere 7. Die [WT] schüttet die 80 aus: [S1] bekommt mit 60% 48. Bei einer Dividende von 80 bewegt sich der Kurs nicht; bei 100 wäre er gestiegen.

    Hätte sie alles einbehalten, wäre der Kurs ein Feld gefallen.

    Geld [S1]
    122
    Kasse [WT]
    635
    Einnahmen [WT]
    0
    Kurs [WT]
    75
  13. Gesellschaftsrunde 2 Billigere Straßenbahnen Phase Gelb

    Der Stapel ist vorgerückt: Gelb 50, Orange 200 und die erste rote, 500. Die [WT] kauft eine orange für 200.

    Sobald jemand die erste rote kauft, verliert jede gelbe bei jeder Fahrt 50 an Wartung.

    Geld [S1]
    122
    Kasse [WT]
    435
    Einnahmen [WT]
    0
    Kurs [WT]
    75
  14. Gesellschaftsrunde 2 Zweite Linie Phase Gelb

    In der Versteigerung bekommt die [WT] eine zweite Linie für 30. Jetzt hat sie zwei Linien und zwei Straßenbahnen.

    Geld [S1]
    122
    Kasse [WT]
    405
    Einnahmen [WT]
    0
    Kurs [WT]
    75
  15. Auf zur Aktienrunde 2 Und jetzt? Phase Gelb

    Es folgt die Aktienrunde 2, und in der [LR2a] kommen die grünen. Die Stadtbahnen zahlen in der CR4 das Doppelte, in der CR5 das Dreifache und in der [CR6] das Zehnfache: Aktien davon am Ende zu haben, kann viel wert sein.

    Geld [S1]
    122
    Kasse [WT]
    405
    Einnahmen [WT]
    0
    Kurs [WT]
    75

1840 Vienna Tramways — Zusammenfassung


Art der Kapitalisierung

  • Die sechs Tram Companies (TC), die von den Spielern geleitet werden, floaten bei 50%: Wer das Direktorzertifikat kauft, zahlt die Hälfte des Gesamtkapitals der Gesellschaft ein (nicht die in anderen 18xx üblichen 20%), wobei dieses Zertifikat nur als eine einzige Einheit gegen das Zertifikatslimit zählt.
  • Die vier Stadtbahn-Gesellschaften (W, V, G, D) haben keinen Direktor und floaten nie auf klassische Weise: Sie kommen direkt mit einem festen Startkurs ins Spiel (Wiental-Linie 95, Vororte-Linie 85, Gürtel-Linie 75, Donaukanal-Linie 65) und schütten immer 100% ihrer Einnahmen aus.

Float und Aktienlimits pro Spieler

  • Die sechs Tram Companies (Major-Gesellschaften) floaten mit 50% verkauften Aktien; die achtzehn Linie-Gesellschaften (Minors) floaten bei 100% (sie sind von Anfang an direkt in Betrieb); die vier Stadtbahn-Gesellschaften (W, V, G, D) floaten nie auf klassische Weise (Schwelle 0%, sie kommen direkt mit festem Kurs ins Spiel)
  • Kein Spieler darf mehr als 60% einer Tram Company oder Stadtbahn-Gesellschaft besitzen, mit Ausnahme der Linien, für die es kein Limit gibt (100%)
  • Zertifikatslimit pro Spieler: 2 Spieler — 18; 3 Spieler — 16; 4 Spieler — 14; 5 Spieler — 13; 6 Spieler — 12

Startkapital nach Spielerzahl

  • 2 Spieler: 350 Gulden Startkapital
  • 3 Spieler: 300 Gulden Startkapital
  • 4 Spieler: 260 Gulden Startkapital
  • 5 Spieler: 230 Gulden Startkapital
  • 6 Spieler: 200 Gulden Startkapital
  • Die Bank ist unbegrenzt (es gibt keinen festen Startbetrag)
  • In der ersten Aktienrunde erhält jeder Spieler zusätzlich 350 Gulden eigens dafür, eine Gesellschaft zu gründen (an die Börse zu bringen), da das Direktorzertifikat hier 50% statt der üblichen 20% wert ist

Spielende (Auslöser)

  • Da die Bank unbegrenzt ist, kann die Partie nie durch eine leere Bank enden
  • Festes Ende: Die Partie endet immer nach Abschluss der sechsten Gesellschaftsrunde (CR6), unabhängig von jeglichen wirtschaftlichen Bedingungen

Anzahl der Phasen

  • 4 Phasen, die an die Verfügbarkeit der Plättchen gebunden sind: Phase 1 (nur gelbe), Phase 2 (gelbe und grüne), Phase 3 (gelbe, grüne und braune), Phase 4 (gelbe, grüne, braune und graue)
  • Die Phasen schreiten automatisch nach Abschluss der zweiten, sechsten und achten Linienrunde der Partie voran, nicht durch den Kauf eines bestimmten Straßenbahntyps
  • Ab Phase 2 können die Spieler einander Gesellschaften (Landmarks) abkaufen

Züge und Preise

  • Gelb (Y1) — 100 Gulden beim Erscheinen (Variante Y2 für 50); rostet nie
  • Orange (O1) — 300 Gulden beim Erscheinen (Varianten O2 für 200 und O3 für 100); rostet nie
  • Rot (R1) — 500 Gulden beim Erscheinen (Varianten R2 für 400 und R3 für 300); rostet nie; mit dem Kauf der ersten roten kosten die gelben Straßenbahnen, die jede Gesellschaft noch besitzt, jede Runde -50 Gulden Instandhaltung
  • Rosa (Pi1) — 600 Gulden beim Erscheinen (Varianten Pi2 für 500 und Pi3 für 400); rostet nie und hat nie eigene Instandhaltungskosten; mit dem Kauf der ersten rosa steigt die Instandhaltung der gelben auf -200 und die der orangen auf -100
  • Lila (Pu1) — 800 Gulden beim Erscheinen (Variante Pu2 für 600); rostet nie; mit dem Kauf der ersten lila steigt die Instandhaltung der gelben auf -400, die der orangen auf -300 und die der roten auf -100, während die lila Straßenbahnen selbst ihren Einnahmen immer feste +200 Gulden hinzufügen
  • Die Anzahl verfügbarer Straßenbahnen jeder Farbe hängt von der Spielerzahl ab (zum Beispiel gibt es bei 4 Spielern 6 gelbe Straßenbahnen und je 5 jeder anderen Farbe; bei 6 Spielern 10 gelbe und je 7 jeder anderen Farbe)

Privatgesellschaften

  • Prater (PR) — 10 Gulden, Ertrag 5; +20 Einnahmen, wenn die Route der Straßenbahn durch das Hexfeld D28 führt
  • Karlskirche (KK) — 20 Gulden, Ertrag 10; +20 Einnahmen, wenn die Route E21 erreicht (sobald das rote Plättchen gelegt ist)
  • Schloss Belvedere (SB) — 30 Gulden, Ertrag 15; +20 Einnahmen, wenn die Route durch H22 führt
  • Hofburg (HB) — 40 Gulden, Ertrag 20; +20 Einnahmen, wenn die Route E19 erreicht (sobald das rote Plättchen gelegt ist)
  • Stephansdom (SD) — 50 Gulden, Ertrag 25; +20 Einnahmen, wenn die Route D20 erreicht (sobald das rote Plättchen gelegt ist)
  • Schloss Schönbrunn (SSB) — 60 Gulden, Ertrag 30; +20 Einnahmen, wenn die Route durch K7 führt

Aktiengesellschaften

  • Sechs Tram Companies (TC), von denen jeder Spieler verpflichtend genau eine leitet: Wiener Tramway Gesellschaft (WT), Dampftramway Krauss & Comp. (DT K&C), Schaeck-Jaquet & Comp (SJE), Bau- und Betriebsgesellschaft für städtische Straßenbahnen in Wien (BBG), Wien-Kagraner Bahn (WKB) und Gemeinde Wien - Städtische Straßenbahnen (GWStStB); sie haben keine feste Heimat: Diese erhalten sie über die Linien, die sie kaufen
  • Vier Stadtbahn-Gesellschaften (City), ohne Direktor: Wiental-Linie (W, Par 95), Vororte-Linie (V, Par 85), Gürtel-Linie (G, Par 75) und Donaukanal-Linie (D, Par 65); jede hat eine Reihe fest vorgegebener Markerpositionen auf dem Plan und fährt automatisch ihre vorgegebene Strecke ab
  • Achtzehn „Linien“, nummeriert von 1 bis 18, jede mit einem eigenen festen Ausgangs-Hexfeld auf dem Plan; sie werden von keinem Spieler direkt geleitet, sondern während der Gesellschaftsrunde ersteigert und gehen in den Besitz einer der sechs Tram Companies über, die dann ihren Ausbau und Betrieb steuert

Spielspezifische Mechaniken

  • Rundenzyklus mit vier verschiedenen Rundentypen: eine vorgelagerte Versteigerungsrunde der Privatgesellschaften (Pre-Share), Aktienrunden (Share), Gesellschaftsrunden (Company, in denen Einnahmen verwaltet und Straßenbahnen und Linien gekauft werden) und Linienrunden (Line, in denen jede einzelne Linie Plättchen legt und ihre Straßenbahn fahren lässt)
  • Dividenden in variabler Höhe (immer Vielfache von 10 Gulden), die den Aktienkurs je nach ausgezahltem Gesamtbetrag um unterschiedlich viele Felder bewegen: von 10 bis 90 gar nicht, von 100 bis 190 um 1 Feld, und bis zu 7 Felder, wenn die Dividende 2.500 Gulden übersteigt
  • Kein klassischer Bankrott: Hat eine Gesellschaft am Ende der Kaufrunden keine Straßenbahn und hat der Direktor nicht genug eigenes Geld, um den Pflichtkauf abzuschließen, muss er Kredite bei der Bank aufnehmen (je 100 Gulden); die Kredite werden nie zurückgezahlt, aber jeder zieht 200 Gulden vom Endvermögen des Spielers ab
  • Die Privatgesellschaften (Landmarks) können nach ihrer Vergabe nur an eine Tram Company weiterverkauft werden, nie an einen anderen Spieler

Notverkauf (Emergency Sell)

Eine deutliche Abweichung von 1830: Einen Zwangsverkauf privater Aktien gibt es hier nicht. Die Reihenfolge ist zuerst die Gesellschaftskasse, dann das Privatgeld des Besitzers, und wenn das immer noch nicht reicht, muss der Besitzer statt Aktien zu verkaufen einen Kredit bei der Bank aufnehmen – ausgegeben in festen Blöcken von 100, ohne reguläre Zinsen, aber mit einer harten Strafe am Ende: Jede geliehenen 100 kosten das Doppelte, 200, bei der Endwertung des Spielers.

Vergleich mit 1830

1. Setting, Plan und Spielerzahl
1830 spielt im Nordosten der USA für 2-6 Spieler. 1840 verlegt das Geschehen in die Stadt Wien und ihr Straßenbahnnetz, ebenfalls für 2-6 Spieler, aber mit einem viel städtischeren Ansatz: Statt Eisenbahnen zwischen Städten baut man Straßenbahnlinien, die Haltestellen und Kreuzungen innerhalb ein und derselben Stadt verbinden.

2. Jeder Spieler leitet verpflichtend genau eine Straßenbahngesellschaft
In 1830 kann ein Spieler mehrere Gesellschaften leiten oder auch keine. In 1840 muss jeder Spieler genau eine Straßenbahngesellschaft (Tram Company) besitzen, nicht mehr und nicht weniger: In der ersten Aktienrunde kauft jeder verpflichtend das Direktorzertifikat einer anderen TC.

3. Die Straßenbahnen rosten nie: Stattdessen zahlen sie steigende Instandhaltung
In 1830 werden ältere Züge obsolet und verschwinden, wenn ein bestimmter Zugtyp erscheint. In 1840 verlässt keine Straßenbahn je das Spiel: Wird zum ersten Mal eine Straßenbahn einer neuen Farbe gekauft, fallen für die älteren Straßenbahnen, die die Gesellschaft noch besitzt, steigende Instandhaltungskosten an, die jede Runde von ihren Einnahmen abgezogen werden, bis es irgendwann günstiger ist, sie freiwillig auszumustern, als weiter für sie zu zahlen.

4. Stadtbahn-Gesellschaften ohne Direktor, die immer 100% der Einnahmen ausschütten
Etwas, das es in 1830 nicht gibt: Die vier Stadtbahn-Gesellschaften haben nie einen Direktor. Sie laufen automatisch und folgen einer vorgegebenen Strecke über die bereits gelegten Plättchen, und sie können nie Geld in der Kasse einbehalten.

5. Zweistufige Struktur: Die Gesellschaften kaufen „Linien“, die tatsächlich bauen und Straßenbahnen fahren lassen
In 1830 legt eine Gesellschaft Plättchen und lässt ihre Züge direkt fahren. In 1840 kann jede Tram Company bis zu drei Linien besitzen, die während der Gesellschaftsrunde ersteigert werden; diese Linien, nicht die Gesellschaft selbst, legen in jeder Linienrunde Plättchen, setzen Bahnhofsmarker und lassen eine Straßenbahn fahren, um Einnahmen zu erzielen.

6. Eine viel komplexere Rundenstruktur, mit festem statt wirtschaftlichem Spielende
In 1830 ist der Zyklus einfach (Aktienrunde gefolgt von Betriebsrunden), und die Partie endet, wenn die Bank leer ist oder der letzte verfügbare Zug gekauft wird. In 1840 wechseln sich vier verschiedene Rundentypen (Pre-Share, Share, Company und Line) entlang einer festen Rundenleiste ab, und die Partie hat eine vorgegebene Dauer: Sie endet immer am Ende der sechsten Gesellschaftsrunde (CR6), ohne von irgendeiner wirtschaftlichen Bedingung abzuhängen – tatsächlich hat die Bank nicht einmal einen begrenzten Geldbetrag.

7. Kein persönlicher Bankrott: Bankkredite statt Liquidation
Wenn in 1830 eine Gesellschaft einen Pflichtzug nicht bezahlen kann, trägt der Präsident die Last und letztlich wird die Gesellschaft liquidiert. Hat in 1840 eine Gesellschaft am Ende der Kaufrunden keine Straßenbahn und hat der Direktor nicht genug Privatgeld, um den Pflichtkauf abzuschließen, muss er Kredite bei der Bank aufnehmen; die Kredite werden nie zurückgezahlt, aber jeder zieht bei der Siegwertung 200 Gulden vom Endvermögen des Spielers ab.

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