18 India: The Railways of India
Autor: Michael Carter, Anthony Fryer, John Harres, Nick Neylon
Ein Abkömmling von 1829 Mainline: permanente Züge, „verwaltete“ Gesellschaften ohne festen Direktor und königliche Anleihen – für 2–5 Spieler in etwa 3 Stunden.
18 India: The Railways of India
Inhalt
So funktioniert es
- 9 zufällige Gesellschaften (3 aus dem Osten, 3 aus dem Westen, 3 aus dem Süden) + die [GIPR]
- 3 Garantiegesellschaften, eine pro Region
- Zertifikate werden verteilt: Jeder behält einige, der Rest geht in einen Draft
- Die Hand jedes Spielers: exklusive, geheime Kaufoptionen
- Der Rest bildet die [IPO] (3 Reihen) und den offenen Markt
- Verkaufszug: nur einmal pro Spieler
- Käufe reihum, eine Aktion pro Zug:
- · Zertifikate einer Gesellschaft aus der Hand
- · 1 oder 2 oben aus einer IPO-Reihe
- · 1 vom offenen Markt oder eine königliche Anleihe
- Wer zuerst passt, beginnt die nächste Runde
- Einnahmen aus Privatgesellschaften und königlichen Anleihen
- Jede Gesellschaft, vom höchsten zum niedrigsten Kurs:
- 1. Strecke: bis zu 4 gelbe oder 1 Aufwertung
- 2. Ein Bahnhof (₹40, später ₹100)
- 3. Züge: Städte + Konzessionen
- 4. Ausschütten (steigt) oder einbehalten (fällt)
- 5. Züge kaufen oder verkaufen (max. 2)
- 6. Zertifikate kaufen oder verkaufen (max. 3)
- Die Bank (₹9.000) ist leer oder eine Aktie erreicht ₹400
- Das Spiel endet mit dieser Betriebsrunde
- Aktienwert = Kurs + 10% des Vermögens der Gesellschaft
- Es gewinnt, wer mit Geld und Aktien am meisten hat
Elemente
- Geld
- Hand mit Zertifikaten (geheim, zählt nicht zum Limit)
- Portfolio: Aktien, Privatgesellschaften, königliche Anleihen
- Geführt: Das Direktorzertifikat (20%) ist im Spiel
- Verwaltet: ohne Direktor, floatet mit 3 Aktien zu 10%
- [GIPR]: immer verwaltet, mit Anleihen bis 200%
- Kasse, höchstens 2 Züge, Bahnhöfe, bis zu 3 Zertifikate
- Bank mit ₹9.000
- [IPO] in 3 Reihen und offener Markt
- Königliche Anleihen (₹100, mit Einnahmen)
- Neue und gebrauchte Züge
- Alle Streckenfarben von Anfang an
- Waren → Konzessionen mit Bonus
- Spurwechsel: Halt mit ₹0
- Städte mit variablem Wert
Wohin das Geld fließt
- Spieler Gesellschaften Aktien aus der Hand oder der [IPO] kaufen: Der aufgedruckte Preis geht in die Kasse
- Spieler Bank und Märkte Kauf vom offenen Markt, Privatgesellschaften und königliche Anleihen
- Bank und Märkte Spieler Dividenden, Einnahmen aus Privaten und Anleihen, Verkäufe im Verkaufszug
- Gesellschaften Bank und Märkte Züge, Gelände und Bahnhöfe
- Bank und Märkte Gesellschaften Einbehaltene Einnahmen, Verkauf von Zügen an die Bank
- Spieler Gesellschaften Züge mit eigenem Geld bezahlen: gibt es nicht
Phasen
- Züge rosten nie: Es ist ein Wettrennen darum, vor den anderen bessere zu haben.
- Keine Gesellschaft muss einen Zug besitzen; ohne Zug fällt der Kurs um ein Feld mehr.
Eine Runde Schritt für Schritt
Das Beispiel aus der Spielregel (Kapitel 12): 3 Spieler mit je ₹733. Wir begleiten Spieler 1 und seine Gesellschaft, die East India Railway [EIR], durch die erste Aktienrunde und die beiden folgenden Betriebsrunden.
-
Vor dem Start Die Hand mit Zertifikaten Phase I
[S1] bekommt 13 Zertifikate und muss 7 davon behalten. Er nimmt die 4 der [EIR] (je ₹100), eines der Northwestern [NWR], eines der [GIPR] und die Private Danish EIC. In den Draft legt er das Direktorzertifikat der [EIR], dazu [GIPR], die Private Swedish EIC, 2 der Nizam State und 2 weitere der [NWR].
Niemand sieht die Hand der anderen. Aus dem, was in der [IPO] liegt, lässt sich ableiten, wie viele Aktien jeder Gesellschaft die Gegner haben.
- Geld [S1]
- ₹733
- Kasse [EIR]
- —
- Kurs [EIR]
- —
- Züge [EIR]
- —
-
Aktienrunde 1 Verkaufszug Phase I
Jede Aktienrunde beginnt mit einem Verkaufszug pro Spieler. Noch ist nichts im Spiel, also passen alle.
Das ist der einzige Moment der Runde, in dem man verkaufen darf. Danach wird nur noch gekauft.
- Geld [S1]
- ₹733
- Kasse [EIR]
- —
- Kurs [EIR]
- —
- Züge [EIR]
- —
-
Aktienrunde 1 Die [EIR] gründen Phase I
In einer einzigen Aktion kauft [S1] alle EIR-Zertifikate aus seiner Hand: das Direktorzertifikat (20%) und vier zu 10%. Er zahlt ₹600, die direkt in die Kasse der Gesellschaft gehen. Mit dem Direktor im Spiel floatet die [EIR] und setzt ihren Startbahnhof in Kolkata.
Schrittweise Kapitalisierung: Jede verkaufte Aktie bringt der Gesellschaft ihren Preis, auch die später gekauften.
- Geld [S1]
- ₹133
- Kasse [EIR]
- ₹600
- Kurs [EIR]
- ₹100
- Züge [EIR]
- —
-
Aktienrunde 1 Eine NWR-Aktie Phase I
Ein anderer Spieler hat die [NWR] gegründet. Im nächsten Zug kauft [S1] davon 10% aus seiner Hand: Die ₹100 gehen in die Kasse der [NWR].
- Geld [S1]
- ₹33
- Kasse [EIR]
- ₹600
- Kurs [EIR]
- ₹100
- Züge [EIR]
- —
-
Aktienrunde 1 Die Private Swedish EIC Phase I
Danach kauft er die Swedish EIC aus der Hand für ₹25. Sie hat keine Sonderfähigkeit, bringt aber in jeder Betriebsrunde ₹5 und kann zum selben Preis an die Bank zurückgegeben werden.
- Geld [S1]
- ₹8
- Kasse [EIR]
- ₹600
- Kurs [EIR]
- ₹100
- Züge [EIR]
- —
-
Aktienrunde 1 Als Erster passen Phase I
Mit ₹8 kann er nichts mehr tun und passt. Er passt als Erster und ist deshalb in der nächsten Aktienrunde als Erster dran. Die Runde endet, wenn alle gepasst haben.
Anders als in anderen 18xx ändern sich die Kurse am Ende der Aktienrunde nicht.
- Geld [S1]
- ₹8
- Kasse [EIR]
- ₹600
- Kurs [EIR]
- ₹100
- Züge [EIR]
- —
-
Betriebsrunde 1.1 Einnahmen und Reihenfolge Phase I
Zuerst zahlt die Bank die Privaten und die Anleihen aus: [S1] bekommt ₹5 von der Swedish. Dann fahren die Gesellschaften vom höchsten zum niedrigsten Kurs. [EIR] und [NWR] stehen auf ₹100, die [EIR] ist zuerst dran, weil sie früher auf dem Feld war.
- Geld [S1]
- ₹13
- Kasse [EIR]
- ₹600
- Kurs [EIR]
- ₹100
- Züge [EIR]
- —
-
Betriebsrunde 1.1 Vier gelbe Streckenteile Phase I
Die [EIR] legt 4 gelbe Plättchen am Stück: von Kolkata Richtung Haldia, Haldia–Dhaka (über einen Fluss: ₹30), nördlich von Dhaka und Guwahati. Das letzte Stück kreuzt eine rot gestrichelte Linie: Es kommt ein Spurwechsel-Marker hin.
Alternative: ein einziges Plättchen auf jede beliebige Farbe aufwerten, denn die Farben hängen nicht von der Phase ab.
- Geld [S1]
- ₹13
- Kasse [EIR]
- ₹570
- Kurs [EIR]
- ₹100
- Züge [EIR]
- —
-
Betriebsrunde 1.1 Ohne Züge keine Einnahmen Phase I
Sie setzt keinen Bahnhof. Da sie noch keine Züge hat, fährt sie nicht und schüttet nichts aus: Der Kurs fällt um ein Feld, von ₹100 auf ₹90.
- Geld [S1]
- ₹13
- Kasse [EIR]
- ₹570
- Kurs [EIR]
- ₹90
- Züge [EIR]
- —
-
Betriebsrunde 1.1 Zwei 2er-Züge Phase I
Sie kauft zwei 2er-Züge von der Bank zu je ₹180. Damit ist sie am Limit von 2 Zügen, und die rosten nie.
Weil sie jetzt einen Zug hat, fällt sie nicht noch ein Feld, weil sie die Runde ohne Zug beendet.
- Geld [S1]
- ₹13
- Kasse [EIR]
- ₹210
- Kurs [EIR]
- ₹90
- Züge [EIR]
- 2 + 2
-
Betriebsrunde 1.1 Die Gesellschaft investiert Phase I
Der letzte Schritt ist die Börse der Gesellschaft. Die [EIR] kauft eine NWR-Aktie, die oben in einer IPO-Reihe liegt: Die ₹100 gehen in die Kasse der [NWR], das Zertifikat bleibt bei der [EIR], die dafür Dividenden kassiert.
Eine Gesellschaft darf bis zu 3 Zertifikate besitzen, und am Ende zählen sie zu ihrem Wert.
- Geld [S1]
- ₹13
- Kasse [EIR]
- ₹110
- Kurs [EIR]
- ₹90
- Züge [EIR]
- 2 + 2
-
Betriebsrunde 1.2 Auf zum Tee Phase I
Wieder ₹5 von der Swedish. Die [EIR] legt 4 weitere gelbe Plättchen: Guwahati–China, bis nach Nepal, und zwei Richtung des Hexfelds, aus dem der Tee kommt; das Tee-Plättchen bleibt auf dem Feld liegen.
- Geld [S1]
- ₹18
- Kasse [EIR]
- ₹110
- Kurs [EIR]
- ₹90
- Züge [EIR]
- 2 + 2
-
Betriebsrunde 1.2 Bahnhof in China Phase I
Sie setzt ihren zweiten Bahnhof in China für ₹40. Dort startet eigentlich die Darjeeling-Himalayan, aber die spielt nicht mit, also ist der Platz nicht reserviert.
- Geld [S1]
- ₹18
- Kasse [EIR]
- ₹70
- Kurs [EIR]
- ₹90
- Züge [EIR]
- 2 + 2
-
Betriebsrunde 1.2 Die Züge fahren Phase I
Ein 2er-Zug fährt von China nach Nepal: Beides sind Städte mit variablem Wert und es gibt keine weitere, also zählen sie je ₹20 + ihren Bonus: 40 + 30 = ₹70. Der andere fährt von Kolkata nach Dhaka: ₹80. Zusammen: ₹150.
Zwei Züge dürfen aus derselben Stadt starten, aber kein Streckenstück gemeinsam nutzen.
- Geld [S1]
- ₹18
- Kasse [EIR]
- ₹70
- Kurs [EIR]
- ₹90
- Züge [EIR]
- 2 + 2
-
Betriebsrunde 1.2 Ausschütten Phase I
Die [EIR] schüttet aus: ₹15 pro 10%. [S1] hat 60% und bekommt ₹90. Noch nicht verkaufte Aktien bekommen nichts. Da ₹150 mindestens die Hälfte des Kurses (₹90) ist, steigt der Kurs um ein Feld: zurück auf ₹100.
Bei einer Ausschüttung vom Doppelten des Kurses stiege er zwei Felder, beim Dreifachen drei.
- Geld [S1]
- ₹108
- Kasse [EIR]
- ₹70
- Kurs [EIR]
- ₹100
- Züge [EIR]
- 2 + 2
-
Betriebsrunde 1.2 Sparen für einen besseren Zug Phase I
Sie hat schon 2 Züge und kauft keinen. Auch an der Börse tut sie nichts: Sie spart das Geld für einen größeren Zug. Ihre NWR-Aktie bringt etwas, wenn die [NWR] fährt.
- Geld [S1]
- ₹108
- Kasse [EIR]
- ₹70
- Kurs [EIR]
- ₹100
- Züge [EIR]
- 2 + 2
-
Auf zur Aktienrunde 2 Und jetzt? Phase I
Mit den Dividenden der [NWR] geht [S1] mit rund ₹145 in die Aktienrunde 2 und ist als Erster dran. Er kann aus der Hand kaufen ([NWR], [GIPR], Nizam, die Danish) oder aus der [IPO]. Der Plan der [EIR]: den Tee bis Visakhapatnam bringen, eine Route über 4 Städte und einen Spurwechsel, für die ein 4E-Zug nötig ist.
- Geld [S1]
- ≈ ₹145
- Kasse [EIR]
- ₹70
- Kurs [EIR]
- ₹100
- Züge [EIR]
- 2 + 2
18 India — Übersicht
Art der Kapitalisierung
- Inkrementelle Kapitalisierung: Die Gesellschaft erhält ihr Kapital nicht auf einen Schlag beim Floaten, sondern kassiert den Ausgabepreis jedes Mal, wenn tatsächlich eine ihrer Aktien verkauft wird.
- Sie floaten bereits, wenn nur 30% verkauft sind, statt der bei anderen Titeln der Reihe üblichen 60%.
Floaten und Aktienlimits pro Spieler
- Floatet, wenn 30% der Aktien verkauft sind (einheitliche Schwelle für alle Gesellschaften)
- Kein Spieler darf mehr als 100% derselben Gesellschaft besitzen, außer bei der Great Indian Peninsula Railway (GIPR), die bis zu 200% erreichen kann
- Zertifikatslimit pro Spieler (hängt von der Anzahl der aktiven Gesellschaften in der Partie ab — 8, 9 oder 10, zu Beginn nach Region festgelegt): 2 Spieler — 29 bis 37; 3 Spieler — 19 bis 23; 4 Spieler — 15 bis 18; 5 Spieler — 12 bis 15
Startgeld nach Spielerzahl
- 2 Spieler: ₹1.100 Startgeld
- 3 Spieler: ₹733 Startgeld
- 4 Spieler: ₹550 Startgeld
- 5 Spieler: ₹440 Startgeld
- Die Bank beginnt immer mit ₹9.000, unabhängig von der Spielerzahl
Spielende (End-Game-Trigger)
- Die Bank ist pleite: Die laufende Betriebsrundenfolge wird vollständig zu Ende gespielt
- Ein Aktienkurs erreicht eines der mit „e“ markierten Felder der Kurstafel (400e/420e/440e/460e): Die Partie endet am Ende der nächsten Betriebsrunde (die ganze Folge muss nicht abgeschlossen werden)
- Bankrott ist in diesem Spiel kein Mechanismus für das Spielende: Er ist deaktiviert (keine Gesellschaft kann bankrottgehen)
Anzahl der Phasen
- 5 Phasen (I, II, III, III', IV)
- Phase I: Die Great Indian Peninsula Railway (GIPR) darf noch nicht operieren
- Phase II: ausgelöst durch den Kauf des ersten 3er-Zugs
- Phase III: ausgelöst durch den Kauf des ersten 4er-Zugs
- Phase III': ausgelöst durch den Kauf des zweiten 4er-Zugs; ab hier sind alle Multiplikator-Züge (3×2, 3×3, 4×2, 4×3) gleichzeitig verfügbar
- Phase IV: ausgelöst durch den Kauf eines beliebigen Multiplikator-Zugs; die Guaranty Warrants verfallen, Eisenbahnanleihen können in GIPR-Aktien umgewandelt werden, und Spurwechsel-Marker werden nicht mehr gelegt (und können nach und nach entfernt werden)
Züge und Preise
- 2er-Zug — ₹180 (6 Stück)
- 3er-Zug — ₹300 (4 Stück), verfügbar ab Phase II
- 4er-Zug (Expressvariante 4E, gleicher Preis, überspringt Orte) — ₹450 (3 Stück), verfügbar ab Phase III
- 3×2-Zug — ₹700 (3 Stück) und 3×3-Zug — ₹900 (3 Stück), verfügbar ab Phase III'
- 4×2-Zug (Expressvariante 4Ex2) — ₹800 (3 Stück) und 4×3-Zug (Expressvariante 4Ex3) — ₹1.100 (3 Stück), verfügbar ab Phase III'
- Die Züge rosten nie: Sie sind während der ganzen Partie permanent. Jede Gesellschaft darf höchstens 2 gleichzeitig besitzen.
Privatgesellschaften
- Swedish EIC (P1) — ₹25, Einnahmen ₹5 — keine Sonderfähigkeit
- Portuguese EIC (P2) — ₹35, Einnahmen ₹5 — eine zusätzliche gelbe Plättchenlegung; schließt bei Nutzung
- Dutch EIC (P3) — ₹60, Einnahmen ₹10 — eine zusätzliche Streckenaufwertung; schließt bei Nutzung
- French EIC (P4) — ₹75, Einnahmen ₹15 — ₹40 Rabatt auf die gesamten Geländekosten während einer Betriebsrunde; schließt bei Nutzung
- Danish EIC (P5) — ₹115, Einnahmen ₹20 — ein kostenloser Bahnhofsmarker, auch wenn die Stadt voll ist; schließt bei Nutzung
- British EIC (P6) — ₹150, Einnahmen ₹25 — erhält die Juwelenkonzession (einem Hexfeld zuweisbarer Bonus); schließt bei Nutzung
Gesellschaften
- Great Indian Peninsula Railway (GIPR) — kein fester Heimatbahnhof (kann in jeder offenen Stadt gegründet werden); immer „verwaltet“ (ohne Direktorenzertifikat), kann dank wandelbarer Königlicher Anleihen auf bis zu 200% im Umlauf wachsen und darf vor Phase II nicht operieren
- Region Ost (pro Partie werden zufällig 3 der 6 behalten): Bengal Nagpur Railway (BNR) — Nagpur/I20; Darjeeling-Himalayan Railway (DHR) — Q10 (Grenze zu China); East India Railway (EIR) — Kolkata/P17; Eastern Bengal Railway (EBR) — Kolkata/P17; North Central Railway (NCR) — Allahabad/K14; Tirhoot Railway (TR) — M10 (Grenze zu Nepal)
- Region West (pro Partie werden zufällig 3 der 5 behalten): Bombay Railway (BR) — Mumbai/D23; Northwestern Railway (NWR) — Delhi/G8; Punjab Northern State Railway (PNS) — Lahore/D3; Sind Punjab & Delhi Railroad (SPD) — Delhi/G8; Western Railway (WR) — Ahmedabad/D17
- Region Süd (pro Partie werden zufällig 3 der 6 behalten): Ceylon Government Railway (CGR) — Colombo/K40; Kolar Gold Fields Railways (KGF) — Bengaluru/H31; Madras Railway (MR) — Chennai/K30; Nizam State Railway (NSR) — Hyderabad/H25; South Indian Railway (SIR) — Kochi/G36; West of India Portuguese Railway (WIP) — Pune/E24
- In jeder Region wird zufällig eine „Garantie“-Gesellschaft (Guaranty) bestimmt, die eine Mindestdividende von 5% sichert, falls das Unternehmen keine ausschüttet
Besondere Mechaniken
- Warensystem (Commodities): Die Gesellschaften sammeln Waren auf den Hexfeldern ein und liefern sie an ihre Zielorte, um Einnahmeboni zu erhalten
- „Verwaltete“ Gesellschaften, die ohne Direktorenzertifikat operieren können; nie Zwangskauf von Zügen, und der Direktor schießt nie Privatgeld zu
- Kein 60%-Limit pro Aktionär (die GIPR kann 200% im Umlauf erreichen)
- Anfängliche Verteilung von Zertifikaten auf die Hand + Draft der abgelegten, statt einer Versteigerung der Privatgesellschaften
- Nur ein einziger Verkaufszug (Selling Turn) pro Spieler zu Beginn jeder Aktienrunde; danach kann nur noch gekauft werden
- Spurwechsel auf der Karte: Ihr Überqueren zählt für den Zug als Halt mit Wert null
- Der Endwert jeder Aktie erhöht sich um 10% des Werts der Vermögenswerte der Gesellschaft (Züge, Kasse, Anleihen und Zertifikate in ihrem Besitz), nicht nur um den Marktpreis
Notverkauf (Emergency Sell)
Es gibt keinerlei Notverkaufsmechanismus. Regel 8.4.5.8 sagt es unverblümt: Da keine Gesellschaft jemals verpflichtet ist, einen Zug zu besitzen, „existiert das Konzept der Notfallgeldbeschaffung ... nicht“ in 18 India, und ein Spieler darf aus keinem Grund Privatgeld in die Kasse einer Gesellschaft stecken. Endet eine Betriebsrunde mit einer Gesellschaft ohne Zug, ist die einzige Folge, dass ihr Kurs auf der Kurstafel um ein Feld fällt – was die Gesellschaft auf Dauer schließen kann, aber niemals jemanden zum Verkauf seiner Aktien zwingt.
Vergleich mit 1830
1. Andere Abstammung: stammt von 1829 Mainline ab, nicht direkt von 1830
18 India (GMT Games, 2022) leitet sich nicht von 1830 ab, sondern von Francis Treshams 1829 Mainline, mit
Einflüssen aus 18Africa. Es ist für 2-5 Spieler, und Partien dauern meist etwa 3 Stunden, deutlich kürzer als
eine typische Partie 1830.
2. Züge rosten nie: Sie sind permanent
Der drastischste Unterschied zu 1830: In 18 India werden Züge nie wegen Veralterung ausgemustert. Der
Druck entsteht nicht durch den Verlust alter Züge, sondern durch das „Wettrennen um Züge“, um bessere vor den
anderen zu ergattern.
3. Es gibt nie einen „Zwangskauf“ von Zügen
Kann in 1830 ein Unternehmen einen Pflichtzug nicht bezahlen, muss der Direktor Geld aus eigener Tasche
zuschießen. In 18 India gibt es das nicht: Keine Gesellschaft ist jemals verpflichtet, einen Zug zu besitzen, und
der Direktor oder Verwalter schießt nie Privatgeld in die Kasse des Unternehmens zu.
4. „Verwaltete“ Gesellschaften ohne Direktorenzertifikat
In 1830 hat jede Aktiengesellschaft ab ihrer Gründung immer einen Direktor. In 18 India kann ein Unternehmen als
„Managed Company“ operieren (ohne dass das Direktorenzertifikat im Spiel ist), sobald mindestens drei
10%-Zertifikate verteilt sind, ohne dass jemand die Mehrheit halten muss.
5. Kein 60%-Limit pro Aktionär
Ein wichtiger und wenig intuitiver Unterschied: In 18 India gibt es keine Obergrenze für den Anteil an einer
Gesellschaft, den ein einzelner Spieler kontrollieren darf. In 1830 liegt das Limit strikt bei 60% (6 Zertifikate).
6. Der Endwert umfasst die Vermögenswerte des Unternehmens, nicht nur den Marktpreis
Am Ende der Partie erhöht sich der Wert jeder Aktie in 18 India um 10% des Werts der Vermögenswerte der
Gesellschaft (Züge, Kasse, Anleihen und Zertifikate in ihrem Besitz). In 1830 ist der Wert einer Aktie bei der
Schlussabrechnung einfach ihr Marktpreis.
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