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Harzbahn 1873

Autor: Klaus Kiermeier

Minen und Eisenbahnen im Harz, in einem Zwei-Personen-Klassiker mit ausdrücklichem technischem Fortschritt.

Harzbahn 1873 Inhalt

So funktioniert es

Spielaufbau
  • Keine Privaten: Verkauft werden Bahnkonzessionen, Optionen auf Bergbaugesellschaften und 15 Minen
  • Versteigerung der Prämie: Wer sie gewinnt, wählt zuerst
  • Draft: Jedes Los kostet seinen Wert plus Prämie; passen alle, sinkt die Prämie um 10 ℳ
  • Von 2.100 ℳ (2 Spieler) bis 840 ℳ (5); die Bank geht nie leer aus
  • Die [MHE] startet bereits fahrend, mit allen Aktien im Markt
Konzessionsversteigerung ×1
  • Die übrigen Konzessionen und Optionen, ab 100 ℳ
  • Gebote in 10-ℳ-Schritten
Aktienrunde ×1
  • Reihenfolge: vom meisten zum wenigsten Geld
  • Zuerst verkaufen: ein Feld tiefer pro Aktie
  • Eine Bahn mit ihrer Konzession gründen (Kurs 120-300 ℳ)
  • Eine Bergbaugesellschaft mit eigenen Minen bilden
  • Nicht genutzte Konzessionen verfallen
Betriebsrunde ×1-3
  • Zuerst die unabhängigen Minen, dann die Gesellschaften nach Kurs; die [MHE] zuletzt
  • 1. Strecke (die Route der Konzession vollenden)
  • 2. Bahnhof (100 ℳ)
  • 3. Fahren; die Wartung wird abgezogen
  • 4. Ausschütten, halb ausschütten oder einbehalten
  • 5. Minen und Züge kaufen
↻ Wiederholt sich bis zum Ende
Spielende
  • Ein Kurs erreicht 1.000 ℳ: Diese Betriebsrunde wird beendet
  • Phase 5 beginnt: Es folgt noch eine ganze Serie Betriebsrunden
  • Es gewinnt, wer mit Geld und Aktien am meisten hat

Elemente

Spieler
  • Geld, Aktien und unabhängige Minen
  • Weder Zertifikats- noch Aktienlimit pro Gesellschaft
Bahnen
  • 7, mit 5 Aktien zu 20%
  • Floaten mit 60%; kassieren jede verkaufte Aktie
  • Müssen die Route ihrer Konzession vollenden
  • Aktien in IPO und Pool bekommen keine Dividenden
Minen
  • 15 unabhängige Minen: Einnahmen je nach Größe der Maschine
  • Die Hälfte an den Besitzer, die Hälfte an die Mine
  • 5 Bergbaugesellschaften, die sie bündeln (2 Aktien zu 50%)
Bank
  • Unbegrenzt
  • T-Züge (Bahn) und M-Züge (Mine, billiger)
  • Diesel in einem gemeinsamen Vorrat
Karte
  • Der Harz: Schmalspur und Normalspur
  • Fabriken, die Einnahmen hinzufügen
  • Eine Stadt ohne eigenen Bahnhof zählt 10 ℳ

Wohin das Geld fließt

  • Spieler Bank Prämie und Draft-Lose, Konzessionen, Aktien aus dem Pool
  • Spieler Bahnen Aktien aus der IPO: Der Preis geht in die Kasse
  • Bahnen Spieler Dividenden und halbe Mineneinnahmen
  • Bahnen Bank Züge, Bahnhöfe, Gelände und Wartung
  • Minen Spieler Die Hälfte der Mineneinnahmen

Phasen

1
Start
1T · 100 ℳ
1 [OR]; Konzessionen [HBE] und [GHE]
2
1. 2T
2T · 250 ℳ / 2M · 150 ℳ
[NWE], [SHE] und [KEZ] können aktiviert werden
3
1. 3T
3T · 450 ℳ / 3M · 300 ℳ
2 [OR]; Wartung Stufe 1
4
1. 4T
4T · 750 ℳ / 4M · 500 ℳ
Konzessionen [WBE] und [QLB]; Wartung Stufe 2
5
1. 5T
5T · 1.200 ℳ / 5M · 800 ℳ
3 [OR]; das Spielende beginnt
5a
Nächste Aktienrunde
D · 250 ℳ
Diesel können gekauft werden
D
1. Diesel
D · 250 ℳ
Wartung Stufe 3
  • Züge rosten nicht: Ab Phase 3 zahlen alte Züge eine immer höhere Wartung.
  • Eine Stadt bringt ihren aufgedruckten Wert nur, wenn die Bahn dort einen Bahnhof hat; sonst zählt sie 10 ℳ.

Eine Runde Schritt für Schritt

Anschauliches Beispiel mit den Regeln der Umsetzung auf 18xx.games, zu viert mit 1.050 ℳ. Wir begleiten [S1] und die [HBE] zwischen Halberstadt und Blankenburg vom Draft bis zur zweiten Betriebsrunde.

  1. Vor dem Start Lose auf dem Tisch Phase 1

    Es gibt keine Privaten. Zum Verkauf stehen die Konzessionen der 7 Bahnen, die Optionen der 5 Bergbaugesellschaften und die 15 unabhängigen Minen, jede mit ihrem Wert.

    Geld [S1]
    1.050 ℳ
    Kasse [HBE]
    —
    Kurs [HBE]
    —
    Züge [HBE]
    —
  2. Prämienversteigerung Den ersten Zug kaufen Phase 1

    Die Prämie wird versteigert. [S1] bietet 30 ℳ, niemand erhöht: Die Prämie liegt bei 30 ℳ, und [S1] muss das erste Los kaufen.

    Die Prämie wird nicht jetzt gezahlt: Sie kommt auf den Preis jedes Draft-Loses.

    Geld [S1]
    1.050 ℳ
    Kasse [HBE]
    —
    Kurs [HBE]
    —
    Züge [HBE]
    —
  3. Draft Die Konzession der [HBE] Phase 1

    [S1] wählt die Konzession der [HBE], Wert 100 ℳ: Er zahlt 100 + 30 = 130 ℳ. Die anderen kaufen Minen oder Konzessionen nach demselben System.

    Passen alle nacheinander, sinkt die Prämie um 10 ℳ.

    Geld [S1]
    920 ℳ
    Kasse [HBE]
    —
    Kurs [HBE]
    —
    Züge [HBE]
    —
  4. Aktienrunde 1 Die [HBE] gründen Phase 1

    Mit der Konzession gründet [S1] die [HBE] bei 120 ℳ und kauft das Direktorzertifikat (20%). Da die Kapitalisierung schrittweise ist, geht das Geld an die [HBE].

    Die Reihenfolge der Aktienrunde geht vom meisten zum wenigsten Geld.

    Geld [S1]
    800 ℳ
    Kasse [HBE]
    120 ℳ
    Kurs [HBE]
    120 ℳ
    Züge [HBE]
    —
  5. Aktienrunde 1 Floaten mit 60% Phase 1

    In zwei weiteren Zügen kauft er zwei 20%-Zertifikate. Das sind 60%: Die [HBE] floatet und setzt ihre Heimatbahnhöfe in Halberstadt und Blankenburg.

    Geld [S1]
    560 ℳ
    Kasse [HBE]
    360 ℳ
    Kurs [HBE]
    120 ℳ
    Züge [HBE]
    —
  6. Betriebsrunde 1 Die Route der Konzession Phase 1

    Die [HBE] legt das fehlende Plättchen zwischen Halberstadt und Langenstein. Mit dem vorgedruckten Plättchen in Langenstein ist die Route der Konzession vollständig. Für die [HBE] hat diese Strecke keine Geländekosten.

    Jede Konzession hat ihre Pflichtroute und eigene Plättchenkosten: Die der [NWE] kostet 500 ℳ.

    Geld [S1]
    560 ℳ
    Kasse [HBE]
    360 ℳ
    Kurs [HBE]
    120 ℳ
    Züge [HBE]
    —
  7. Betriebsrunde 1 Ohne Zug geht's runter Phase 1

    Sie hat keinen Zug: Einnahmen null, und der Kurs fällt ein Feld, von 120 ℳ auf 110 ℳ.

    Geld [S1]
    560 ℳ
    Kasse [HBE]
    360 ℳ
    Kurs [HBE]
    110 ℳ
    Züge [HBE]
    —
  8. Betriebsrunde 1 Der erste 2T Phase 2

    Die [GHE] hat schon beide 1T. Die [HBE] kauft den ersten 2T für 250 ℳ und öffnet Phase 2.

    Bergbaugesellschaften kaufen die M-Version desselben Zuges, die billiger ist: Ein 2M kostet 150 ℳ.

    Geld [S1]
    560 ℳ
    Kasse [HBE]
    110 ℳ
    Kurs [HBE]
    110 ℳ
    Züge [HBE]
    2T
  9. Konzessionsversteigerung Zwischen den Serien Phase 2

    Nach jeder Serie Betriebsrunden werden die übrigen Konzessionen und Optionen ab 100 ℳ versteigert. Jetzt können [NWE], [SHE] und [KEZ] aktiviert werden. [S1] steigt nicht ein.

    Geld [S1]
    560 ℳ
    Kasse [HBE]
    110 ℳ
    Kurs [HBE]
    110 ℳ
    Züge [HBE]
    2T
  10. Aktienrunde 2 Abwarten Phase 2

    [S1] passt: Er spart sein Geld für eine Bergbaugesellschaft.

    Am Ende der Aktienrunde verfallen Konzessionen, die niemand genutzt hat.

    Geld [S1]
    560 ℳ
    Kasse [HBE]
    110 ℳ
    Kurs [HBE]
    110 ℳ
    Züge [HBE]
    2T
  11. Betriebsrunde 2 Der Zug fährt Phase 2

    Der 2T fährt Halberstadt – Langenstein. Halberstadt hat einen HBE-Bahnhof und ist 60 ℳ wert; Langenstein hat keinen und zählt 10. Zusammen: 70 ℳ. In Phase 2 gibt es noch keine Wartung.

    Mit einem 3T käme sie bis Blankenburg, wo sie einen Bahnhof hat: 60 + 10 + 40 = 110 ℳ.

    Geld [S1]
    560 ℳ
    Kasse [HBE]
    110 ℳ
    Kurs [HBE]
    110 ℳ
    Züge [HBE]
    2T
  12. Betriebsrunde 2 Ausschütten Phase 2

    Sie schüttet 14 ℳ pro 20% aus. [S1] hat drei und bekommt 42 ℳ. Die beiden Zertifikate in der IPO bekommen nichts. Da 70 ℳ den Kurs nicht erreicht, bewegt er sich nicht.

    Jedes Mal, wenn die Dividende den Kurs erreicht, steigt er ein Feld (bis zu 3). Nimmt sie nichts ein, fällt er.

    Geld [S1]
    602 ℳ
    Kasse [HBE]
    110 ℳ
    Kurs [HBE]
    110 ℳ
    Züge [HBE]
    2T
  13. Auf zu Phase 3 Und jetzt? Phase 2

    Sobald jemand den ersten 3T kauft, kommen Grün und zwei Betriebsrunden pro Serie, aber auch die Wartung: Jeder 1T und 1M zahlt 50 ℳ pro Betrieb. Die [HBE] braucht einen 3T, um Blankenburg zu erreichen.

    Geld [S1]
    602 ℳ
    Kasse [HBE]
    110 ℳ
    Kurs [HBE]
    110 ℳ
    Züge [HBE]
    2T

Harzbahn 1873 — Zusammenfassung


Art der Kapitalisierung

  • Inkrementelle Kapitalisierung: Die Gesellschaft erhält beim Floaten nicht ihr gesamtes Kapital auf einmal, sondern kassiert den Startkurs jedes Mal, wenn eine ihrer Aktien tatsächlich verkauft wird, sowohl bei der Erstausgabe (IPO) als auch bei späteren Aktienausgaben.

Floaten und Aktienlimits pro Spieler

  • Die 7 regionalen Bahnen (HBE, GHE, NWE, SHE, KEZ, WBE, QLB) floaten bei 60 %; die 5 Bergbaugesellschaften (U, HW, CO, SN, MO) floaten bei 80 %; die MHE (die große externe Gesellschaft, die später auftaucht) beginnt bereits gefloatet (0 %)
  • Keine Gesellschaft hat ein echtes Besitzlimit pro Spieler: Die Schwelle liegt bei allen bei 100 %
  • Das Zertifikatslimit existiert praktisch nicht: 999, unabhängig von der Spielerzahl (2 bis 5)

Startkapital nach Spielerzahl

  • 2 Spieler: 2.100 ℳ Startkapital
  • 3 Spieler: 1.400 ℳ Startkapital
  • 4 Spieler: 1.050 ℳ Startkapital
  • 5 Spieler: 840 ℳ Startkapital
  • Die Bank hat unbegrenzt Geld: Das Spiel endet nie dadurch, dass der Bank das Geld ausgeht
  • Das Zertifikatslimit existiert praktisch nicht (999, gleich für jede Spielerzahl)

Spielende (End Game Triggers)

  • Ein Aktienkurs erreicht das obere Ende der Kursleiste: Die laufende Betriebsrunde wird zu Ende gespielt, dann endet das Spiel
  • Phase 5 wird erreicht: Es wird noch ein vollständiger Satz Betriebsrunden gespielt, bevor das Spiel endet

Anzahl der Phasen

  • 7 Phasen: 1, 2, 3, 4, 5, 5a und D
  • Phase 1 — ohne Zug als Auslöser (Zuglimit 99, 1 Betriebsrunde, nur gelbe Plättchen); die Konzessionen von HBE und GHE sind von Anfang an verfügbar
  • Phase 2 — beginnt mit dem ersten 2T-Zug; die Konzessionen von NWE, SHE und KEZ können aktiviert werden
  • Phase 3 — beginnt mit dem ersten 3T-Zug (2 Betriebsrunden, grüne Plättchen kommen hinzu); die Konzessionen von NWE, SHE und KEZ werden aktiv; die Wartung der Stufe 1 beginnt; der Kauf dieses Zugs hebt bestimmte Streckensperren auf
  • Phase 4 — beginnt mit dem ersten 4T-Zug; die Konzessionen von WBE und QLB werden aktiv; die Wartung steigt auf Stufe 2
  • Phase 5 — beginnt mit dem ersten 5T-Zug (3 Betriebsrunden, braune Plättchen kommen hinzu); löst den Countdown zum Spielende aus
  • Phase 5a — eine Unterphase ohne neuen auslösenden Zug; die Wartung bleibt auf Stufe 2
  • Phase D — beginnt, sobald Dieselzüge gekauft werden können; graue Plättchen kommen hinzu und die Wartung steigt auf Stufe 3 (das Maximum)

Züge und Preise

  • 1T — 100 ℳ, Reichweite 1, 2 Stück — Start-/Rangierzug
  • 2T — 250 ℳ, Reichweite 2, 10 Stück (günstigere Bergwerksvariante: 2M — 150 ℳ)
  • 3T — 450 ℳ, Reichweite 3, 7 Stück (Variante 3M — 300 ℳ); sein Kauf hebt bestimmte Streckensperren auf
  • 4T — 750 ℳ, Reichweite 4, 3 Stück (Variante 4M — 500 ℳ)
  • 5T — 1.200 ℳ, Reichweite 5, bis zu 99 Stück (Variante 5M — 800 ℳ)
  • D (Diesel) — 250 ℳ, praktisch unbegrenzte Reichweite, 7 Stück, erst ab Phase 5a kaufbar
  • „T“-Züge sind für Bahnen, die günstigeren „M“-Züge (gleiche Reichweite) sind die entsprechende Variante für Bergwerke
  • Züge rosten nie im klassischen 18xx-Sinn: Stattdessen zahlen die Bahnen steigende Wartungskosten für ihre gebauten Strecken, und Dieselzüge werden über ein Tauschpool-System (obere/untere Marke) verwaltet, statt einfach ersetzt zu werden

Privatgesellschaften

  • Es gibt keine klassischen Privatgesellschaften: Die Liste der Privaten im Spiel ist leer.
  • Stattdessen wird zu Spielbeginn eine Auktion (Mindestgebot 100 ℳ, Schritte von 10 ℳ) für eine Reihe gleichwertiger Objekte abgehalten: die Konzession jeder Bahn (siehe Abschnitt Aktiengesellschaften), die Kaufoption für jede der 5 öffentlichen Bergbaugesellschaften und 15 einzelne kleine Bergwerke (nummeriert von 1 bis 15, jeweils an ein bestimmtes Hexfeld der Karte gebunden, mit Werten zwischen 110 ℳ und 300 ℳ), die später in eine öffentliche Bergbaugesellschaft eingebracht werden können, um Einnahmen aus Maschinen und Wagen zu erzeugen.

Aktiengesellschaften

  • Bahnen (floaten bei 60 %, 5 Aktien zu je 20 %; jede hat eine Konzession mit einer verpflichtend zu vollendenden Strecke):
  • Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn (HBE) — Heimat B19/D15; Konzession ab Phase 1 verfügbar, Kosten 0 ℳ
  • Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn (GHE) — Heimat G20/I18; Konzession ab Phase 1, Kosten 150 ℳ
  • Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn (NWE) — Heimat J7/B9/G6; Konzession ab Phase 3, Kosten 500 ℳ
  • Südharzeisenbahn (SHE) — Heimat I2/E4; Konzession ab Phase 3, Kosten 300 ℳ
  • Kleinbahn Ellrich-Zorge (KEZ) — Heimat I4/G4; Konzession ab Phase 3, Kosten 100 ℳ
  • Wernigerode-Blankenburger Eisenbahn (WBE) — Heimat B9/D15; Konzession ab Phase 4, Kosten 0 ℳ
  • Quedlinburger Lokalbahn (QLB) — Heimat E20; Konzession ab Phase 4, Kosten 0 ℳ, ohne Pflichtstrecke (gilt bereits als „vollendet“)
  • Bergwerke (floaten bei 80 %, 2 Aktien zu je 50 %, kein Heimatmarker; betreiben Bergwerksplätze statt Strecken):
  • Union (U)
  • Harzer Werke (HW) — markiert als „vor_harzer“ (ein Sonderstatus, vermutlich ein historisches Bergwerk mit Vorrang)
  • Concordia (CO)
  • Schachtbau (SN)
  • Montania (MO)
  • Externe Einheit:
  • Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn (MHE) — floatet bei 0 %, 10 Aktien zu 10 %, keine Marker; steht für eine auswärtige Bahn, die an die Karte anschließt, aber weder wie die anderen gegründet noch betrieben wird; sie existiert nur als Referenz für den Marktkurs

Spielspezifische Mechaniken

  • Keine klassischen Privatgesellschaften: Die Konzession jeder Bahn und die Rechte an den einzelnen Bergwerken werden zu Spielbeginn per Auktion/Draft verteilt
  • Jede Bahn muss ihre Konzessionsstrecke bis zu einer festgelegten Phase vollenden, sonst bleibt sie „unvollendet“ und wird bestraft
  • Einzelne Bergwerke können in eine öffentliche Bergbaugesellschaft eingebracht werden, die Maschinen und Wagen (als „M“-Züge gekauft) betreibt, um Einnahmen aus dem Erzabbau statt aus Bahnstrecken zu erzielen
  • Wartungssystem: Bahnen zahlen Unterhalt für ihre gebauten Strecken, und diese Kosten steigen mit den Phasen über Stufen (1, 2 und 3) – ein laufender wirtschaftlicher Druck, der sich vom klassischen Veralten der Züge unterscheidet
  • Dieselzüge werden über einen Tauschpool (obere Marke 40, untere Marke 20) verwaltet, statt zu rosten
  • Die Karte unterscheidet Schmalspurabschnitte von Normalspurabschnitten
  • Optionale Variante „AAG“, die die Geländekosten des Hexfelds F7 ändert (100 ℳ statt 50 ℳ)

Notverkauf (Emergency Sell)

Hier gibt es überhaupt keine Mechanik im Stil von 1830 — Privatgeld und private Aktien des Direktors werden nie angetastet. Eine Bahn, die sich mindestens einen verfügbaren Zug leisten kann, muss ihn kaufen; kann sie sich keinen leisten, wird sie stattdessen zahlungsunfähig: Alle Aktien in Spielerhand werden ohne jede Entschädigung gelöscht, die verbleibenden Kassenaktien werden in den Pool verkauft, und die Gesellschaft wird anschließend zwangsweise rekapitalisiert — wiederholt umstrukturiert und mit weiteren Aktienverkäufen —, bis sie die Kosten der Reorganisation decken kann. Es ist eine deutlich härtere Mechanik als in 1830, die die Zertifikate der Aktionäre trifft statt den Geldbeutel des Direktors.

Vergleich mit 1830

1. Volle gegenüber inkrementeller Kapitalisierung
In 1830 erhält eine Gesellschaft bei der Gründung ihr gesamtes Kapital auf einmal (volle Kapitalisierung). In Harzbahn 1873 ist die Kapitalisierung inkrementell: Jede Aktie bringt den Startkurs erst ein, wenn sie tatsächlich verkauft wird, sowohl bei der Erstausgabe als auch bei späteren Aktienausgaben.

2. Keine klassischen Privatgesellschaften: Konzessionen und Bergwerke werden versteigert
1830 hat 6 klassische Privatgesellschaften, die zu Spielbeginn versteigert werden. Harzbahn 1873 hat gar keine: Stattdessen werden zu Spielbeginn die Konzession jeder Bahn und die Rechte an einer Reihe einzelner Bergwerke versteigert.

3. Drei Gesellschaftsgrößen statt einer einheitlichen Größe
In 1830 haben alle 8 Gesellschaften 10 Aktien. In Harzbahn 1873 existieren 7 Bahnen mit 5 Aktien zu je 20 % neben 5 Bergbaugesellschaften mit 2 Aktien zu je 50 % und einer externen Markteinheit (MHE) mit 10 Aktien zu 10 %.

4. Die Gründung einer Gesellschaft verlangt das Vollenden einer Pflichtstrecke
In 1830 genügt zur Gründung einer Gesellschaft der Kauf ihrer ersten Aktie zum gewählten Startkurs. In Harzbahn 1873 hat jede Bahn eine Konzession, die sie verpflichtet, eine vorgegebene Strecke bis zu einer bestimmten Phase zu vollenden, sonst bleibt sie „unvollendet“ und wird bestraft.

5. Steigende Wartung und ein Dieselpool statt Rost
In 1830 rosten Züge einfach, sobald ein fortgeschrittenerer Typ erscheint. In Harzbahn 1873 rosten Züge nie in diesem Sinn: Die Bahnen zahlen Wartung für ihre gebauten Strecken, die mit den Phasen über Stufen steigt, und Dieselzüge werden über ein Tauschpool-System verwaltet, statt einfach ersetzt zu werden.

6. Phasen schalten auch frei, welche Konzessionen gegründet werden können
In 1830 beeinflussen die Phasen nur, welche Plättchenfarben verfügbar sind, und das Zuglimit. In Harzbahn 1873 schalten die Phasen außerdem frei, welche Bahnkonzessionen aktiviert werden können (HBE und GHE ab Phase 1, NWE/SHE/KEZ ab Phase 3, WBE/QLB ab Phase 4).

7. Maßstab und Schauplatz: ein kleines, regionales Schmalspurspiel
1830 bildet den Nordosten der Vereinigten Staaten mit großen Gesellschaften auf einer weitläufigen Karte nach. Harzbahn 1873 ist ein kleines, regionales Design für 2–5 Spieler, angesiedelt bei den Schmalspurbahnen des Harzes in Deutschland.

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