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1847: Pfalz

Autor: Wolfram Janich

Die Pfalz auf einer der kleinsten 18xx-Karten (52 Hexfelder), in der Jubiläumsausgabe zum 25. Jahrestag von Wolfram Janichs ursprünglichem Design – vom selben Autor wie 18Rhl.

1847: Pfalz Inhalt

So funktioniert es

Spielaufbau
  • Startkapital: 500M (3 Spieler), 390M (4) oder 320M (5); Bank mit 8.000M
  • Startpaket: Krauss & Co., vier Steinbrüche, die Saarbrücker Private, drei Investoren-Private und das Direktorzertifikat der [L]
  • Unter einigen Privaten liegt eine Aktie der [L] oder das Direktorzertifikat der [Saar]
  • Erste Aktienrunde: ein Kauf pro Zug, keine Verkäufe, bis das Paket leer ist
  • Bleibt etwas vom Paket übrig, gibt es eine kurze Betriebsrunde (Einnahmen), dann geht es weiter
Aktienrunde ×1
  • Zug: beliebig viele Aktien verkaufen und dann eine kaufen
  • Käufe aus der [IPO] gehen in die Kasse, wenn die Gesellschaft schon gefloatet ist
  • Floatet mit 50% verkauft, Investorenaktien mitgezählt
  • Verkaufen: Der Kurs fällt eine Reihe pro Zug
  • Am Ende steigt eine Gesellschaft ohne Aktien bei der Bank eine Reihe
Betriebsrunde ×1-3
  • Einnahmen aus Privaten und Steinbrüchen
  • Jede Gesellschaft, vom höchsten zum niedrigsten Kurs:
  • 1. Strecke: 2 gelbe in Phase 3; danach 1 gelbes oder 1 Aufwertung
  • 2. Ein Bahnhof (60M, 80M, 100M)
  • 3. Züge fahren lassen
  • 4. Ausschütten (rechts) oder einbehalten (links)
  • 5. Züge kaufen (nur ein neuer Zug pro Typ)
↻ Wiederholt sich bis zum Ende
Spielende
  • Die Bank geht in einer Betriebsrunde leer aus: Dieser Block wird beendet
  • In einer Aktienrunde: Es folgt noch ein ganzer Block
  • Ein Spieler geht bankrott: sofortiges Ende
  • Es gewinnt, wer mit Geld und Aktien zum Kurs am meisten hat

Elemente

Spieler
  • Geld
  • Aktien, ohne Limit pro Gesellschaft
  • Private und Steinbrüche (zählen zum Zertifikatslimit)
  • Mit 70% einer Gesellschaft dürfen sie sie verstaatlichen
Gesellschaften
  • 7 Bahnen mit schrittweiser Kapitalisierung
  • Jede baut anfangs nur auf den Feldern ihres Staates
  • Kasse, Züge, Bahnhöfe
  • Ab Phase 4 dürfen sie Steinbrüche kaufen
Private
  • Krauss & Co.: hat einen Kurs und kassiert in jeder Betriebsrunde 10% des ersten bei der Bank gekauften Zuges
  • Steinbrüche: feste Einnahmen und Strecken- oder Bahnhofsfähigkeiten
  • Investoren-Private: werden gegen eine Investorenaktie getauscht
Bank
  • Bank mit 8.000M
  • [IPO] und offener Markt (max. 50% einer Gesellschaft)
  • Investorenaktien: zählen als verkauft
  • Neue Züge

Wohin das Geld fließt

  • Spieler Gesellschaften Aus der [IPO] einer schon gefloateten Gesellschaft kaufen
  • Spieler Bank Startpaket, Aktien vom offenen Markt oder einer nicht gefloateten Gesellschaft kaufen
  • Bank Spieler Dividenden, Einnahmen der Privaten, Aktienverkäufe
  • Bank Gesellschaften Beim Floaten der Wert der verkauften Aktien; Dividenden der Aktien im offenen Markt
  • Gesellschaften Bank Züge, Bahnhöfe, Gebirge und Flüsse
  • Gesellschaften Spieler Einen Steinbruch von einem Spieler kaufen (ab Phase 4)

Phasen

3
Start
3 · 150M
Gelb, 2 gelbe pro Zug, jede in ihrem Staat; 1 Betriebsrunde
3+3
1. 3+3-Zug
3+3 · 300M
Züge können von anderen Gesellschaften gekauft und Investoren getauscht werden
4
1. 4er-Zug
4 · 300M
Grün, 1 gelbes oder 1 Aufwertung, keine Staatsgrenzen mehr; 2 Betriebsrunden
4+4
1. 4+4-Zug
4+4 · 500M
Die 3er-Züge rosten
5
1. 5er-Zug
5 · 450M
Braun; 3 Betriebsrunden; Limit 2 Züge
5+5
1. 5+5-Zug
5+5 · 550M
Die 3+3 rosten; Pflichttausch der Investoren
6E
1. 6E-Zug
6E · 550M
Zählt nur Städte und Ziele außerhalb
6+6
1. 6+6-Zug
6+6 · 700M
Die 4er-Züge rosten
  • Dividenden der Aktien im offenen Markt gehen an die Gesellschaft, nicht an die Bank.
  • Routenboni: +40M von A nach B und +70M von den Saarkohlegruben bis Z.

Eine Runde Schritt für Schritt

Anschauliches Beispiel mit echten Regeln und Preisen (die Spielregel hat keins): 4 Spieler mit je 390M. Wir begleiten [S1] und die [L] mit Sitz in Ludwigshafen durch die ersten beiden Aktienrunden und die folgenden Betriebsrunden.

  1. Vor dem Start Das Startpaket Phase 3

    Alles, was in der ersten Runde zu kaufen ist, liegt im Startpaket. Das Direktorzertifikat der [L] kostet 172M. Unter drei Steinbrüchen (Königsbach, Hochstätten und Weidenthal) liegt je eine 10%-Aktie der [L], im Preis enthalten.

    Die erste Aktienrunde beginnt beim letzten Spieler und läuft rückwärts bis zum ersten, der zweimal hintereinander dran ist.

    Geld [S1]
    390M
    Kasse [L]
    —
    Kurs [L]
    —
    Züge [L]
    —
  2. Aktienrunde 1 Direktor der [L] Phase 3

    [S1] kauft das Direktorzertifikat der [L] (20%) für 172M. Das Geld geht an die Bank: Die Gesellschaft ist noch nicht gefloatet. Der Kurs der [L] steht bei 86M.

    Geld [S1]
    218M
    Kasse [L]
    —
    Kurs [L]
    86M
    Züge [L]
    —
  3. Aktienrunde 1 Weidenthal Phase 3

    Im nächsten Zug nimmt er den Steinbruch Weidenthal für 135M, mit einer L-Aktie darunter. Jetzt hat er 30% der Gesellschaft. Der Steinbruch bringt 10M pro Betriebsrunde.

    Steinbrüche können nicht an die Bank verkauft werden. Ab Phase 4 kann man sie an eine Gesellschaft verkaufen.

    Geld [S1]
    83M
    Kasse [L]
    —
    Kurs [L]
    86M
    Züge [L]
    —
  4. Aktienrunde 1 Das Paket ist leer Phase 3

    Die anderen kaufen den Rest: Königsbach und Hochstätten (je mit einer L-Aktie), Krauss & Co., die Saarbrücker Private mit dem Direktorzertifikat der [Saar], Rammelsbach und die Investoren-Privaten. Mit 83M kann [S1] keine Aktie mehr kaufen und passt.

    Geld [S1]
    83M
    Kasse [L]
    —
    Kurs [L]
    86M
    Züge [L]
    —
  5. Aktienrunde 1 Die [L] floatet Phase 3

    Am Ende der Runde sind 50% der [L] verkauft: das Direktorzertifikat und die drei Aktien der Steinbrüche. Die [L] floatet, und die Bank zahlt ihr den Wert der verkauften Aktien: 5 × 86M = 430M. Der Bahnhof in Ludwigshafen kommt auf die Karte.

    Schrittweise Kapitalisierung: Jede später aus der [IPO] gekaufte Aktie bringt 86M in die Kasse.

    Geld [S1]
    83M
    Kasse [L]
    430M
    Kurs [L]
    86M
    Züge [L]
    —
  6. Betriebsrunde 1 Einnahmen Phase 3

    Zuerst werden die Privaten bezahlt: [S1] kassiert 10M von Weidenthal. Dann fahren die Gesellschaften, vom höchsten zum niedrigsten Kurs.

    Geld [S1]
    93M
    Kasse [L]
    430M
    Kurs [L]
    86M
    Züge [L]
    —
  7. Betriebsrunde 1 Zwei gelbe Phase 3

    In Phase 3 darf die [L] zwei gelbe legen, aber nur auf blauen Feldern (denen Bayerns). Sie legt ein Dorf auf G17, das Ludwigshafen mit Neustadt verbindet, und eine Stadt in Speyer am Rhein: 80M Flusskosten.

    [Saar] und [RNB] bauen auf den rosa Feldern (Preußen), die [HLB] auf den grünen.

    Geld [S1]
    93M
    Kasse [L]
    350M
    Kurs [L]
    86M
    Züge [L]
    —
  8. Betriebsrunde 1 Bahnhof in Neustadt Phase 3

    Sie setzt ihren zweiten Bahnhof in Neustadt, einer grauen 30M-Stadt mit drei Plätzen, die schon angeschlossen ist. Er kostet 60M.

    Geld [S1]
    93M
    Kasse [L]
    290M
    Kurs [L]
    86M
    Züge [L]
    —
  9. Betriebsrunde 1 Ohne Zug nach links Phase 3

    Sie hat keine Züge und nimmt nichts ein. Der Kurs geht ein Feld nach links: von 86M auf 82M.

    Geld [S1]
    93M
    Kasse [L]
    290M
    Kurs [L]
    82M
    Züge [L]
    —
  10. Betriebsrunde 1 Ein 3er-Zug Phase 3

    Sie kauft einen 3er-Zug für 150M. Von der Bank darf jede Gesellschaft pro Zug nur einen neuen Zug jedes Typs kaufen.

    Es ist der erste bei der Bank gekaufte Zug dieser Runde: Krauss & Co. kassiert 10% (15M) für ihren Besitzer und steigt ein Feld. Wird in einer Runde kein Zug bei der Bank gekauft, fällt sie.

    Geld [S1]
    93M
    Kasse [L]
    140M
    Kurs [L]
    82M
    Züge [L]
    3
  11. Aktienrunde 2 Noch eine Aktie Phase 3

    In Phase 3 gibt es nur eine Betriebsrunde zwischen den Aktienrunden. [S1] kauft eine L-Aktie aus der [IPO] für 86M. Jetzt ist die [L] gefloatet, und das Geld geht in ihre Kasse. Er hat 40%.

    Geld [S1]
    7M
    Kasse [L]
    226M
    Kurs [L]
    82M
    Züge [L]
    3
  12. Betriebsrunde 2 Einnahmen und Strecke Phase 3

    [S1] kassiert 10M von Weidenthal. Die [L] spart und legt diesmal kein Plättchen.

    Geld [S1]
    17M
    Kasse [L]
    226M
    Kurs [L]
    82M
    Züge [L]
    3
  13. Betriebsrunde 2 Der Zug fährt Phase 3

    Der 3er-Zug fährt Ludwigshafen (30) – Dorf auf G17 (10) – Neustadt (30): 70M. Ein 3er-Zug zählt bis zu drei Halte, Städte oder Dörfer.

    Die «+»-Züge (3+3, 4+4…) nehmen zusätzlich einige Dörfer mit; der 6E zählt keine Dörfer.

    Geld [S1]
    17M
    Kasse [L]
    226M
    Kurs [L]
    82M
    Züge [L]
    3
  14. Betriebsrunde 2 Ausschütten Phase 3

    Die [L] schüttet 7M pro 10% aus. [S1] bekommt mit 40% 28M. Aktien in der [IPO] bekommen nichts. Der Kurs geht ein Feld nach rechts: zurück auf 86M.

    Lägen L-Aktien im offenen Markt, ginge ihre Dividende in die Kasse der [L].

    Geld [S1]
    45M
    Kasse [L]
    226M
    Kurs [L]
    86M
    Züge [L]
    3
  15. Betriebsrunde 2 Zweiter 3er-Zug Phase 3

    Sie kauft einen weiteren 3er-Zug für 150M. Nur noch einer liegt bei der Bank: Ist er weg, kommt der 3+3 und mit ihm Phase 3+3.

    Geld [S1]
    45M
    Kasse [L]
    76M
    Kurs [L]
    86M
    Züge [L]
    3 + 3
  16. Auf zur Aktienrunde 3 Und jetzt? Phase 3

    Die [L] hat zwei Züge, die mit dem ersten 4+4 rosten. Wenn der 4er-Zug kommt, gibt es zwei Betriebsrunden pro Aktienrunde, und die [L] darf außerhalb Bayerns bauen. [S1] hat die Gesellschaft mit 40% fest im Griff: Niemand kann ihm die Direktion nehmen, ohne ihn zu überbieten.

    Geld [S1]
    45M
    Kasse [L]
    76M
    Kurs [L]
    86M
    Züge [L]
    3 + 3

1847 AE — Zusammenfassung


Art der Kapitalisierung

  • Inkrementelle Kapitalisierung: Die Gesellschaft floatet mit 50% verkauften Aktien (nicht den klassischen 60%), und die Kasse erhält nur das bis dahin tatsächlich gezahlte Geld, nicht den vollen Nennwert.

Float und Aktienlimits pro Spieler

  • Alle Eisenbahngesellschaften floaten mit 50% verkauften Aktien, außer der LFK (Locomotive Firm Krauss & Co., der zur „Gesellschaft“ gewordenen Privatgesellschaft), die bei 100% floatet
  • Kein Spieler darf mehr als 100% einer Gesellschaft besitzen (es gibt also kein echtes Besitzlimit)
  • Zertifikatslimit pro Spieler: 3 Spieler — 16; 4 Spieler — 12; 5 Spieler — 9

Startkapital nach Spielerzahl

  • 3 Spieler: 500M Startkapital
  • 4 Spieler: 390M Startkapital
  • 5 Spieler: 320M Startkapital
  • Die Bank beginnt immer mit 8.000M, unabhängig von der Spielerzahl

Spielende (Auslöser)

  • Ein Spieler geht bankrott (nachdem alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind: Zugkauf zwischen Gesellschaften, Privatgeld des Direktors, Mindestverkauf eigener Aktien): sofortiges Ende, ohne Ausnahme
  • Die Bank hat während einer Betriebsrunde kein Geld mehr: Der laufende Block von Betriebsrunden wird zu Ende gespielt
  • Die Bank hat während einer Aktienrunde kein Geld mehr: Die Runde läuft normal weiter, und es wird ein weiterer vollständiger Block von Betriebsrunden gespielt, bevor die Partie endet

Anzahl der Phasen

  • 8 Phasen (3, 3+3, 4, 4+4, 5, 5+5, 6E, 6+6), ausgelöst durch den Kauf des ersten Zugs jedes Typs

Züge und Preise

  • 3er-Zug — 150M (3 Stück; rostet mit dem ersten 4+4-Zug)
  • 3+3-Zug — 300M (2 Stück; rostet mit dem ersten 5+5-Zug)
  • 4er-Zug — 300M (2 Stück; rostet mit dem ersten 6+6-Zug; mit seinem Erscheinen ist nur noch ein gelbes Plättchen pro Zug erlaubt, außer beim ersten Betrieb jeder Gesellschaft)
  • 4+4-Zug — 500M (1 Stück; rostet nie)
  • 5er-Zug — 450M (2 Stück; rostet nie)
  • 5+5-Zug — 550M (1 Stück; rostet nie; sein Kauf erzwingt in der nächsten Aktienrunde den Tausch aller verbleibenden Investor-Privatgesellschaften)
  • 6E-Zug — 550M (1 Stück; rostet nie; zählt nur Städte und Ziele außerhalb des Plans und kann beliebig viele Orte kostenlos anfahren)
  • 6+6-Zug — 700M (9 Stück; rostet nie)
  • Es gibt keinen 2er-Zug; die Abfolge beginnt direkt mit dem Typ 3

Privatgesellschaften

  • PLP - Pfälzische Ludwigsbahn presidency — 172M — kommt mit zwei Aktien der L; schließt sofort (Mechanismus zur Vergabe der Präsidentschaft der L)
  • SPR - Saarbrücker Private Railway — 190M, Ertrag 15 — kommt mit dem Direktorzertifikat der Saar; kann nie an eine Gesellschaft verkauft werden; schließt, wenn die Saar ihren ersten Zug kauft
  • LFKC - Locomotive Firm Krauss & Co. — 130M — kommt mit dem Präsidentenzertifikat der „Gesellschaft“ LFK, die in Wirklichkeit eben diese Privatgesellschaft ist, dargestellt, als wäre sie am Aktienmarkt notiert
  • R - Rammelsbach — 150M, Ertrag 30 (Weiterverkauf an eine Gesellschaft zwischen 100 und 200M) — der Ertrag steigt auf 50M, wenn ein Plättchen auf E9 gelegt wird; schließt nie
  • K - Königsbach — 110M, Ertrag 5 (Weiterverkauf an eine Gesellschaft zwischen 15 und 40M) — die besitzende Gesellschaft kann sie schließen, um kostenlos ein gelbes Plättchen auf ein Gebirge zu legen; andernfalls schließt sie in Phase 6E; kommt mit einer Aktie der L
  • H - Hochstätten — 160M, Ertrag 15 (Weiterverkauf an eine Gesellschaft zwischen 40 und 120M) — dieselbe Fähigkeit wie Königsbach; kommt mit einer Aktie der L
  • W - Weidenthal — 135M, Ertrag 10 (Weiterverkauf an eine Gesellschaft zwischen 25 und 75M) — die besitzende Gesellschaft kann sie schließen, um einen Marker zum halben Preis zu setzen; kommt mit einer Aktie der L
  • MNR - Main-Neckar-Railway — 90M, Ertrag 20 — ab Phase 3+3 gegen eine Investor-Aktie der HLB tauschbar; Pflichttausch in der ersten Aktienrunde von Phase 5+5; wird nie an eine Gesellschaft verkauft
  • SCR - Saarland Coal Mines — 75M, Ertrag 15 — unter denselben Bedingungen wie die MNR gegen eine Investor-Aktie der Saar tauschbar
  • VIW - Völklinger Iron Works — 85M, Ertrag 20 — unter denselben Bedingungen wie die MNR gegen eine Investor-Aktie der Saar tauschbar

Aktiengesellschaften

  • LFK - Locomotive Firm Krauss & Co. — keine Heimat; die fiktive „Gesellschaft“, die die gleichnamige Privatgesellschaft darstellt und am Aktienmarkt notiert ist
  • L - Pfälzische Ludwigsbahn — Heimat in F18
  • Saar - Saarbrücker Eisenbahn — Heimat in H6
  • HLB - Hessische Ludwigsbahn — Heimat in D18 und C21 (zwei Ausgangsbahnhöfe)
  • NDB - Neustadt-Dürkheimer Bahn — Heimat in G15 (kann erst gegründet werden, wenn die HLB gefloatet ist)
  • M - Pfälzische Maximiliansbahn — Heimat in H16 (kann erst gegründet werden, wenn die HLB gefloatet ist)
  • N - Pfälzische Nordbahn — Heimat in F12 (kann erst gegründet werden, wenn die HLB gefloatet ist)
  • RNB - Rhein-Nahe-Bahn — Heimat in C13 (kann erst gegründet werden, wenn die HLB gefloatet ist)

Spielspezifische Mechaniken

  • Krauss & Co. (LFK) ist eine Privatgesellschaft, die am Aktienmarkt notiert ist, als wäre sie eine operierende Gesellschaft
  • Investor-Aktien, die für den Float als verkauft gelten, obwohl niemand sie besitzt, bis sie getauscht werden
  • Man kann bis zu 100% einer Gesellschaft besitzen, aber ab 70% kann man die Verstaatlichung erzwingen: die restlichen Aktien eines anderen Aktionärs zu 150% des Marktkurses kaufen
  • Feste Routenboni: +40M für die Verbindung der Ziele A und B, +70M für die Verbindung eines Kohle-Hexfelds (G7 oder H6) mit dem Ziel Z
  • Anfängliche Draft-Runde statt klassischer Versteigerung der Privatgesellschaften
  • Mehrere Gesellschaften können erst gegründet werden, nachdem eine bestimmte andere Gesellschaft gefloatet ist

Notverkauf (Emergency Sell)

Entspricht der Grundversion aus 1830: Zuerst zahlt die Gesellschaftskasse, dann das Privatgeld des Präsidenten, und wenn das immer noch nicht reicht, folgt ein Zwangsverkauf der eigenen Aktien des Präsidenten an beliebigen Gesellschaften, die er besitzt, am offenen Markt, unter Umgehung der üblichen Einschränkungen, nur in der Aktienrunde zu verkaufen, und des Pool-Limits.

Vergleich mit 1830

1. Setting, Plan und Spielerzahl
1830 spielt im Nordosten der USA für 2-6 Spieler. 1847 AE verlegt das Geschehen in die Pfalz im Südwesten Deutschlands, ein Gebiet, das sich im historischen Jahr 1847 drei Staaten teilten (Bayern – die sogenannten „Pfalzbahnen“ –, Preußen und Hessen-Darmstadt). Es ist einer der kleinsten Pläne des Genres: Die erste Ausgabe von 1990 war nur für 3 Spieler, und diese Jubiläumsausgabe zum 25. Jahrestag fügt eine siebte Gesellschaft hinzu, um bis zu 5 Spieler zu ermöglichen.

2. Krauss & Co., eine Privatgesellschaft, die wie eine Aktie notiert ist
Das ist die seltsamste Ausnahme des Spiels: Krauss & Co. hat einen eigenen Marker auf dem Aktienmarkt (Startwert 100M), und jedes Mal, wenn eine Gesellschaft ihren ersten Zug kauft, zahlt sie dem Besitzer von Krauss & Co. eine Dividende von 10% des Kaufpreises dieses Zugs, wobei sich ihr Marker nach oben oder unten bewegt, als wäre sie eine operierende Gesellschaft. Unter den Privatgesellschaften von 1830 gibt es nichts Vergleichbares.

3. Die Saarbrücker Privatbahn, gekoppelt an das Direktorzertifikat
Diese Privatgesellschaft wird immer zusammen mit dem Direktorzertifikat (20%) der Saarbrücker Eisenbahn verkauft, kann nie an einen anderen Spieler oder an eine Gesellschaft weiterverkauft werden und schließt, wenn die Saarbrücker Eisenbahn ihren ersten Zug kauft. Es ist dasselbe Konzept wie die B&O in 1830 (eine Privatgesellschaft, die untrennbar mit dem Präsidentenzertifikat verbunden ist). Kurioserweise griff Wolfram Janich, der Autor dieser Ausgabe, dieselbe Idee Jahre später in 18Rhl wieder auf, das bereits in diesem Katalog vorgestellt wird.

4. Investor-Aktien, die abwesende Aktionäre ersetzen
In 1830 hat jede verkaufte Aktie immer einen aktiven Besitzer. In 1847 AE enthalten einige Gesellschaften „Investor-Aktien“, die für den Float als verkauft gelten, obwohl kein Spieler sie besitzt, und die erst dann real werden, wenn ein Spieler sie gegen eine bestimmte Privatgesellschaft tauscht (verpflichtend nach dem Kauf des ersten 5+5-Zugs). Es ist eine Möglichkeit, „passives“ Kapital einzuführen, die 1830 nicht braucht.

5. Man kann 100% einer Gesellschaft besitzen, aber es droht die Verstaatlichung
In 1830 darf kein Spieler mehr als 60% einer Gesellschaft besitzen. In 1847 AE gibt es dieses Limit nicht: Ein Spieler kann 100% erreichen. Wer aber 70% oder mehr erreicht, kann die Gesellschaft „verstaatlichen“ und jeden anderen Aktionär zwingen, ihm seine Aktien zu 150% des aktuellen Marktkurses zu verkaufen – ein Zwangskauf, den es in 1830 nicht gibt.

6. Feste Routenboni, die es in 1830 nicht gibt
Neben dem Wert von Städten und Orten fügt 1847 AE feste Boni hinzu: +40M, wenn die Route die Ziele A und B verbindet (Fernverkehrsbonus), und +70M, wenn sie ein Kohle-Hexfeld mit dem Ziel Z verbindet (Kohlebonus). Der 6E-Zug zählt nur den Wert von Städten und Zielen außerhalb des Plans, kann aber durchaus den Fernverkehrsbonus erhalten (nicht den Kohlebonus).

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