1836Jr30
Autor: David Hecht
Ein kurzes, kinderfreundliches 18xx aus dem Material von 1830, angesiedelt in den Niederlanden und Belgien.
1836Jr30 — Zusammenfassung
Kapitalisierungsart
- Volle Kapitalisierung, wie bei 1830: Beim Floaten (60% verkauft) erhält die Gesellschaft auf einmal das gesamte Kapital (Ausgabepreis × 10) in ihre Kasse.
Floaten und Aktienlimits pro Spieler
- Floatet mit 60% verkauften Aktien (einheitliche Schwelle für alle Gesellschaften, wie bei 1830)
- Kein Spieler darf mehr als 60% (6 von 10 Zertifikaten) einer Gesellschaft halten, ohne Ausnahmen
- Zertifikatslimit pro Spieler: 2 Spieler — 20; 3 Spieler — 13; 4 Spieler — 10
Startkapital nach Spielerzahl
- 2 Spieler: 900 F Startkapital
- 3 Spieler: 600 F Startkapital
- 4 Spieler: 450 F Startkapital
- Die Bank beginnt unabhängig von der Spielerzahl immer mit 6.000 F
Spielende (End Game Triggers)
- Der Bank geht das Geld aus: Die laufende Betriebsrunde wird vollständig zu Ende gespielt, dann endet die Partie
- Eine Gesellschaft geht bankrott und kann die Zahlung für einen Pflichtzug nicht leisten: sofortiges Ende
Anzahl der Phasen
- 6 Phasen (2, 3, 4, 5, 6, D), ausgelöst durch den Kauf des ersten Zuges jedes Typs
- Grüne Plättchen werden in Phase 3 freigegeben, braune in Phase 5
Züge und Preise
- 2er-Zug — 80 F (5 Stück; rostet mit dem ersten 4er-Zug)
- 3er-Zug — 180 F (4 Stück; rostet mit dem ersten 6er-Zug)
- 4er-Zug — 300 F (3 Stück; rostet mit dem ersten Diesel)
- 5er-Zug — 450 F (2 Stück; bei seinem Kauf werden die Privatgesellschaften in Spielerhand geschlossen)
- 6er-Zug — 630 F (2 Stück; der letzte Typ vor dem Diesel, permanent, rostet nie)
- Diesel (D) — 1.100 F (nur 5 Exemplare, nicht unbegrenzt; ab Phase 6 verfügbar; erlaubt den Eintausch alter Züge mit einem Rabatt von je 300 F)
Privatgesellschaften
- Amsterdam Canal Company (ACC) — 20 F, Einnahmen 5 F — keine besondere Fähigkeit; blockiert das Hexfeld D6, solange ein Spieler sie hält
- Enkhuizen-Stavoren Ferry (E-SF) — 40 F, Einnahmen 10 F — erlaubt es, ein kostenloses Plättchen auf das Hexfeld B8 (die Passage der ehemaligen Zuiderzee) zu legen, zusätzlich zum normalen Plättchen des Zuges
- Charbonnages du Hainaut (CdH) — 70 F, Einnahmen 15 F — erlaubt es, Plättchen und Bahnhofsmarker auf das Hexfeld J8 zu legen und dabei nur die Bergkosten zu zahlen, ohne Verbindung zum bestehenden Netz (Effekt „Teleport")
- Grand Central Belge (GCB) — 110 F, Einnahmen 20 F — kann gegen ein 10%-Zertifikat der Gesellschaft B (aus der Bank oder dem Pool) getauscht werden und wird dann geschlossen
- Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL) — 160 F, Einnahmen 25 F — beim Kauf erhält der Spieler zusätzlich ein 10%-Zertifikat der GCL
- Chemin de Fer de Lille à Valenciennes (CFLV) — 220 F, Einnahmen 30 F — kommt mit dem Direktorzertifikat des Chemin de Fer du Nord (zwingt dazu, sofort dessen Ausgabepreis festzulegen), kann nie an eine Gesellschaft verkauft werden und wird geschlossen, wenn die Nord ihren ersten Zug kauft
- Alle Privatgesellschaften werden spätestens beim Kauf des ersten 5er-Zuges geschlossen
Aktiengesellschaften
- Chemins de Fer de l'État Belge (B) — Heimat in H6
- Grande Compagnie du Luxembourg (GCL) — Heimat in I9
- Chemin de Fer du Nord (Nord) — Heimat in I3
- Noord-Brabantsch-Duitsche Spoorweg-Maatschappij (NBDS) — Heimat in E11
- Hollandsche IJzeren Spoorweg Maatschappij (HSM) — Heimat in D6
- Noord-Friesche Locaal (NFL) — Heimat in A9
Spielspezifische Mechaniken
- Privatgesellschaft mit „Teleport"-Effekt: Legen von Plättchen und Marker ohne Verbindung zum bestehenden Netz (Charbonnages du Hainaut)
- Zwei Privatgesellschaften, die sich direkt in Aktien umwandeln (Grand Central Belge und Chemins de Fer Luxembourgeois)
- Häfen (Harwich, Dover, Paris), die keine eigenen Einnahmen zahlen: Sie addieren +20 F (grüne Phase) oder +30 F (braune Phase) zu einer Strecke, die bereits mindestens zwei andere Halte umfasst
- Verwendet den Aktienmarkt und einige Plättchentypen von 1830 wieder (NY für Amsterdam, OO für mehrere Städte, B für Brüssel und Lille)
- Optionale Regel: erlaubt den Kauf von mehr als einer braunen Aktie aus dem IPO in einer einzigen Aktion
Notverkauf (Emergency Sell)
Entspricht genau der Referenzversion von 1830: zuerst die Kasse der Gesellschaft, dann das Privatgeld des Direktors und danach ein Zwangsverkauf der Aktien des Direktors an jeder Gesellschaft, die er besitzt, zum vollen Marktpreis, ohne die üblichen Einschränkungen, nur in der Aktienrunde verkaufen zu dürfen, und ohne das Pool-Limit, mit dem Bankrott als letztem Ausweg.
Vergleich mit 1830
1. Setting, Karte und Spielerzahl
1830 deckt den Nordosten der USA für 2-6 Spieler ab. 1836Jr30 verlegt das Geschehen in die Niederlande und
nach Belgien (Amsterdam, Rotterdam, Brüssel, Antwerpen, mit Off-Map-Gebieten Richtung Paris, Köln, Hamburg und Straßburg),
gedacht nur für 2-4 Spieler. Es ist buchstäblich ein „Junior"-Spiel: Es verwendet Spielmaterial von 1830 wieder (Züge,
Aktienmarkt und einige Plättchentypen), aber mit einer Karte und Zahlen, die auf viel kürzere und
einfachere Partien ausgelegt sind.
2. Sechs Gesellschaften und eine Wirtschaft von genau der Hälfte
In 1830 gibt es acht operierende Gesellschaften und eine Bank von $12.000; in 1836Jr30 sind es nur sechs, und die Bank hat
6.000 F, genau die Hälfte. Startkapital und Zertifikatslimits werden
proportional verringert (mit 4 Spielern sinkt das Limit zum Beispiel von 16 in 1830 auf 10 in 1836Jr30). Kurioserweise behalten die sechs
Privatgesellschaften genau dieselbe Preis- und Einnahmenskala wie die von 1830 (20/40/70/110/160/220 F),
nur mit anderen Namen und Fähigkeiten.
3. Charbonnages du Hainaut: die einzige Privatgesellschaft mit „Teleport"-Fähigkeit
Sie erlaubt der besitzenden Gesellschaft, ein Plättchen und einen Bahnhofsmarker auf das Hexfeld J8 zu legen und dabei nur
die Bergkosten zu zahlen, ohne dass das Gleis mit einem bestehenden Plättchen der Gesellschaft verbunden sein muss
(oder einer anderen). Keine der sechs Privatgesellschaften von 1830 erlaubt je ein so vom Rest
der Karte losgelöstes Legen.
4. Zwei Privatgesellschaften, die sich direkt in Aktien umwandeln
Die Grand Central Belge kann gegen ein 10%-Zertifikat der Gesellschaft B (aus der Bank oder dem
Pool) getauscht werden, wobei die Privatgesellschaft dabei geschlossen wird. Die Chemins de Fer Luxembourgeois kommt ab dem
Kauf mit einem 10%-Zertifikat der GCL. Keine der sechs Privatgesellschaften von 1830 verhält sich
so.
5. Eine Privatgesellschaft „à la B&O"
Die Chemin de Fer de Lille à Valenciennes kommt im Paket mit dem Direktorzertifikat des Chemin de Fer du
Nord (und zwingt dazu, sofort dessen Ausgabepreis festzulegen), kann nie an eine Gesellschaft verkauft werden und wird geschlossen,
wenn die Nord ihren ersten Zug kauft. Es ist genau dasselbe Konzept wie die Privatgesellschaft B&O von 1830.
6. Zugpreise identisch mit 1830, aber mit begrenzten Diesels
Preise und Rosten jedes Zugtyps (2/3/4/5/6/Diesel) folgen genau derselben Progression
wie bei 1830: 80/180/300/450/630/1.100 F, mit demselben Rabatt von 300 F pro altem Zug beim Kauf eines Diesels.
Der Unterschied: In 1830 gibt es unbegrenzt Diesels, in 1836Jr30 nur 5 Exemplare.
7. Häfen, die einen Bonus addieren, statt eigene Einnahmen zu zahlen
Harwich, Dover und Paris funktionieren nicht wie die Off-Map-Ziele von 1830 (die einen eigenen Wert zahlen,
wenn eine Strecke dort endet): Eine Strecke kann nie in diesen Häfen enden, aber wenn sie sie durchfährt — sofern sie
mindestens zwei andere echte Halte umfasst —, addiert sie einen festen Bonus (+20 F in der grünen Phase, +30 F in der braunen Phase). In
1830 zahlen die Off-Map-Ziele einfach ihren eigenen Wert, als wären sie eine weitere Stadt.
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