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Steam over Holland

Autor: Bart van Dijk

Ein niederländisches 18xx, leichter und geselliger als die Klassiker gedacht, angesiedelt in den Niederlanden.

Steam Over Holland — Zusammenfassung


Art der Kapitalisierung


Floaten und Aktienlimits pro Spieler


Startkapital nach Spielerzahl


Spielende (End-Game-Trigger)


Anzahl der Phasen


Züge und Preise


Privatgesellschaften


Aktiengesellschaften


Spielspezifische Mechaniken


Notverkauf (Emergency Sell)

Anders als bei 1830 muss die Gesellschaft hier zuerst ihre eigenen Kassenaktien am Markt ausgeben — noch bevor das Privatgeld oder die privaten Aktien des Direktors überhaupt als Option zur Verfügung stehen. Erst wenn ihr nichts mehr zum Ausgeben bleibt, greift die übliche Abfolge aus Geld des Direktors und anschließendem Zwangsverkauf, wobei pro Notfall nicht mehr als ein Aktienpaket derselben Gesellschaft verkauft wird. Ein weiterer Unterschied: Eine Gesellschaft ohne Zug, die nichts mehr ausgeben kann und deren kombiniertes Bargeld (Gesellschaft plus Eigentümer) nicht einmal für den billigsten Zug reicht, wird nicht wie bei 1830 in den persönlichen Bankrott gezwungen — sie wird einfach geschlossen.

Vergleich mit 1830

1. Thema, Karte und Spielerzahl
1830 deckt den Nordosten der USA für 2-6 Spieler ab. Steam Over Holland verlegt das Geschehen in die Niederlande für 2-5 Spieler, mit einer Karte voller Deiche, Kanäle und Polder: Das Überqueren vieler Wasserufer kostet direkt fl. 50 Maut, eine konstante Ausgabe, die es so bei 1830 nicht gibt.

2. Partie mit fester Dauer: genau 10 Betriebsrunden
Bei 1830 zieht sich die Partie hin, bis die Bank leer ist oder der letzte verfügbare Zug gekauft wird. Bei Steam Over Holland steht die Dauer von Anfang an fest: 5 Zyklen aus Aktienrunde + je 2 Betriebsrunden (10 Betriebsrunden insgesamt), und die Partie endet immer mit dem Abschluss der Betriebsrunde 5.2, egal was mit Zügen oder Geld passiert.

3. Ein zweiter Spielende-Auslöser: die Obergrenze des Marktes erreichen
Neben dem Ende nach festen Runden endet die Partie auch, wenn eine Gesellschaft das höchste Feld des Aktienmarktes (fl. 360) erreicht. Die Bank wiederum hat unbegrenzt Geld: Anders als bei 1830 beendet nie die Bank die Partie.

4. Bankrott gibt es nicht
Bei 1830 kann eine Gesellschaft (und letztlich ein Spieler) bankrottgehen. Bei Steam Over Holland ist der Bankrott vollständig deaktiviert: Bevor einer Gesellschaft das Geld für einen Pflichtzug ausgeht, muss sie neue Aktien am Markt ausgeben, um Bargeld zu beschaffen. Dieses Sicherheitsventil sorgt dafür, dass nie jemand bankrottgehen kann.

5. Sieben Privatgesellschaften, aber nur so viele im Einsatz, wie Spieler teilnehmen
Bei 1830 sind immer sechs Privatgesellschaften im Spiel. Bei Steam Over Holland gibt es insgesamt sieben, aber zu Beginn der Partie werden zufällig nur so viele gewählt, wie Spieler teilnehmen (zum Beispiel sind in einer Partie zu zweit nur 2 der 7 dabei).

6. Die Float-Schwelle steigt mit jeder Zugphase
Bei 1830 floatet jede Gesellschaft immer mit 60% verkauften Aktien. Bei Steam Over Holland beginnt diese Schwelle in Phase 2 bei 20% und steigt auf 30%, 40%, 50% und 60%, jedes Mal wenn der erste Zug eines neuen Typs gekauft wird — und sie gilt für alle Gesellschaften, die noch nicht gefloatet sind. Außerdem ist die Kapitalisierung inkrementell: Die Kasse erhält nur das Geld, das für verkaufte Aktien tatsächlich gezahlt wird, nicht 100% des Nennwerts wie bei 1830.

7. Zwei Plättchenlegungen pro Runde, nicht eine
Bei 1830 führt jede Gesellschaft üblicherweise eine einzige Plättchenaktion pro Betriebsrunde aus. Bei Steam Over Holland hingegen kann jede Gesellschaft zwei ausführen: eine erste zum Legen oder Aufwerten und eine zweite zusätzliche (die nicht dasselbe Hexfeld wie die erste verwenden darf).

8. Ein Aktienmarkt, der den Kurs schützt, wenn nicht der Direktor verkauft
Bei 1830 lässt jeder Aktienverkauf den Kurs um ein Feld fallen, ohne Ausnahmen. Bei Steam Over Holland bewirken manche Felder im oberen Marktbereich, dass der Kurs gar nicht (oder höchstens um ein oder zwei Felder) fällt, wenn ein Aktionär verkauft, der nicht Direktor ist — der Kurs fällt nur normal, wenn der Direktor selbst verkauft.

9. Privatgesellschaften mit wiederkehrenden Boni, gebunden an historische Fähren
Keine der sechs Privatgesellschaften von 1830 gewährt einen dauerhaften Rabatt beim Zugkauf oder einen wiederkehrenden Streckenbonus. Bei Steam Over Holland gewährt die Werkspoor 10% Rabatt auf Züge der Typen 3, 4 und 5, die bei der Bank gekauft werden, und die beiden historischen Fähren — Enkhuizen-Stavoren (über die ehemalige Zuiderzee) und Vlissingen-London — bringen fl. 20 jedes Mal, wenn eine Strecke ihr bestimmtes Hexfeld nutzt, Runde für Runde.

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