1836Jr56
Autor: David Hecht
Dasselbe kurze, kinderfreundliche 18xx, diesmal aus dem Material von 1856.
1836Jr56 — Zusammenfassung
Art der Kapitalisierung
- Kapitalisierung in drei Stufen, genau wie in 1856: Gesellschaften floaten bereits mit nur 20% verkauften Aktien, der Rest des Kapitals wird im „Escrow“ zurückgehalten. Sobald der dritte 4er-Zug gekauft wird, wechseln neue Gesellschaften zur inkrementellen Kapitalisierung (sie kassieren beim Verkauf jeder einzelnen Aktie). Sobald der zweite 5er-Zug gekauft wird, wechseln sie zur Vollkapitalisierung (100% auf einmal, wie in 1830). Eine Gesellschaft, die sich noch im Escrow befindet und ihre Heimat mit ihrem zugewiesenen „Ziel“-Hexfeld verbindet, erhält das zurückgehaltene Kapital vorzeitig.
Float und Aktienlimits pro Spieler
- Floatet mit 60% verkauften Aktien (eine einheitliche Schwelle für alle Gesellschaften), wobei sich diese Schwelle auf die spieleigene dreistufige Kapitalisierung bezieht (siehe „Art der Kapitalisierung“ oben)
- Kein Spieler darf mehr als 60% (6 von 10 Zertifikaten) einer Gesellschaft besitzen, ohne Ausnahme
- Zertifikatslimit pro Spieler: 2 Spieler — 20; 3 Spieler — 13; 4 Spieler — 10
Startkapital nach Spielerzahl
- 2 Spieler: 450 F Startkapital
- 3 Spieler: 300 F Startkapital
- 4 Spieler: 225 F Startkapital
- Die Bank beginnt immer mit 6.000 F, unabhängig von der Spielerzahl
Spielende (Auslöser)
- Die Bank hat kein Geld mehr: Der laufende vollständige Satz von Betriebsrunden wird zu Ende gespielt, dann endet die Partie
- Eine Gesellschaft geht bankrott und kann die Zahlung für einen Pflichtzug nicht leisten: sofortiges Ende
- Die Verstaatlichung (die Gründung der MESS) beendet die Partie nicht von selbst: Sie wird nur durch den Kauf des ersten 6er-Zugs ausgelöst
Anzahl der Phasen
- Insgesamt 6 Phasen (2, 3, 4, 5, 6 und danach standardmäßig 8 oder D mit der optionalen Diesel-Regel), ausgelöst durch den Kauf des ersten Zugs jedes Typs
- Jede Phase bestimmt außerdem die geltende Kapitalisierungsstufe und ob noch Kredite aufgenommen werden können (ab Phase 6 ist damit Schluss)
Züge und Preise
- 2er-Zug — 100 F (5 Stück; rostet mit dem ersten 4er-Zug)
- 3er-Zug — 225 F (4 Stück; rostet mit dem ersten 6er-Zug)
- 4er-Zug — 350 F (3 Stück; rostet mit dem ersten 8er-Zug oder mit dem ersten Diesel, wenn die optionale Regel „Diesel variant“ verwendet wird)
- 5er-Zug — 550 F (2 Stück; sein Kauf schließt die Privatgesellschaften)
- 6er-Zug — 700 F (2 Stück; der erste gekaufte löst die Verstaatlichung aus und entfernt Marker vom Plan)
- 8er-Zug — 1.000 F (5 Stück, ab Phase 6 verfügbar; erlaubt das Eintauschen alter Züge mit einem Rabatt von je 350 F) — der standardmäßige letzte Zug
- Diesel (D) — 1.100 F (praktisch unbegrenzt, 22 Stück; gleicher Rabatt von 350 F pro altem Zug) — ersetzt den 8er-Zug nur, wenn die optionale Regel „Diesel variant“ aktiviert ist
Privatgesellschaften
- Amsterdam Canal Company (ACC) — 20 F, Ertrag 5 F — keine Sonderfähigkeit; blockiert das Hexfeld D6, solange sie einem Spieler gehört
- Enkhuizen-Stavoren Ferry (E-SF) — 40 F, Ertrag 10 F — erlaubt dem Besitzer, zusätzlich zur normalen Plättchenlegung des Zuges ein kostenloses Plättchen auf das Hexfeld B8 zu legen
- Charbonnages du Hainaut (CdH) — 50 F, Ertrag 10 F — erlaubt dem Besitzer, auf dem Hexfeld J8 ein Plättchen und einen Bahnhofsmarker zu platzieren und dabei nur die Gebirgskosten zu zahlen, ohne dass eine Verbindung zum bestehenden Netz nötig ist
- Régie des Postes (RdP) — 70 F, Ertrag 15 F — erlaubt der besitzenden Gesellschaft, einen „+20“-Marker auf eine beliebige Stadt oder einen Ort zu legen: Von da an ist der Ort jedes Mal, wenn ein Zug dieser Gesellschaft dort durchfährt, 20 F mehr wert, für immer
- Alle Privatgesellschaften schließen spätestens mit dem Kauf des ersten 5er-Zugs
Aktiengesellschaften
- Chemins de Fer de l'État Belge (B) — Heimat in H6
- Grande Compagnie du Luxembourg (GCL) — Heimat in I9
- Chemin de Fer du Nord (Nord) — Heimat in I3
- Noord-Brabantsch-Duitsche Spoorweg-Maatschappij (NBDS) — Heimat in E11
- Hollandsche IJzeren Spoorweg Maatschappij (HSM) — Heimat in D6
- Noord-Friesche Locaal (NFL) — Heimat in A9
- Maatschappij tot Exploitie van de Staats-Spoorwegen (MESS) — existiert zu Spielbeginn nicht: Sie entsteht mit dem Kauf des ersten 6er-Zugs und wird aus übrig gebliebenen Aktien anderer Gesellschaften gebildet; sie hat keine eigene Heimat, ein praktisch unbegrenztes Zuglimit und kann sich einen 8er-Zug oder Diesel leihen, wann immer sie ohne Zug dasteht
Spielspezifische Mechaniken
- Unternehmenskredite zu je 100 F mit 10% Zinsen pro Kredit; die Höchstzahl gleichzeitiger Kredite einer Gesellschaft entspricht der Anzahl ihrer Aktien in Spielerhand; verfügbar bis Phase 6, ab der alle offenen Kredite zurückgezahlt werden müssen
- Verstaatlichung: Mit dem Kauf des ersten 6er-Zugs werden Marker vom Plan entfernt und die MESS entsteht, die übrig gebliebene Aktien anderer Gesellschaften aufnimmt
- Ziele: Jede reguläre Gesellschaft hat ein zugewiesenes Ziel-Hexfeld; verbindet sie ihr Netz dorthin, solange sie noch im Escrow ist, erhält sie sofort ihr gesamtes zurückgehaltenes Kapital
- Festes Zertifikatslimit (20/13/10, je nachdem ob 2, 3 oder 4 Spieler teilnehmen), das nach der Verstaatlichung nicht neu berechnet wird
- Häfen (Harwich, Dover, Paris), die selbst keinen Ertrag bringen: Sie fügen einer Route mit mindestens zwei weiteren Halten +20 F (grüne Phase) oder +30 F (braune Phase) hinzu
Notverkauf (Emergency Sell)
Im Wesentlichen die Grundversion aus 1830, mit einer aus 1856 übernommenen Einschränkung: Eine Gesellschaft, die zum Zugkauf gezwungen ist, darf nur bei der Bank kaufen, nie aus dem Bestand einer anderen Gesellschaft. Ansonsten bleibt die Reihenfolge gleich: zuerst die Gesellschaftskasse, dann das Privatgeld des Direktors und danach ein Zwangsverkauf von Aktien des Direktors an beliebigen Gesellschaften, ohne die üblichen Einschränkungen, mit dem Bankrott als letztem Ausweg.
Vergleich mit 1830
1. Auf dem Motor von 1856 aufgebaut, nicht auf dem von 1830
1830 spielt im Nordosten der USA für 2-6 Spieler. 1836Jr56 teilt sich mit seinem Geschwisterspiel 1836Jr30 denselben
Plan der Niederlande und Belgiens und dieselbe Spielerzahl von 2-4, baut aber nicht auf dem System von 1830
auf, sondern buchstäblich auf dem Regelmotor von 1856: Gestaffelte Kapitalisierung, Kredite und
Verstaatlichung sind von Anfang an vorhanden, was beim auf 1830 basierenden Zwilling nicht der Fall ist.
2. Kapitalisierung in drei Stufen, nicht von Anfang an voll
In 1830 floatet eine Gesellschaft mit 60% verkauften Aktien und erhält immer sofort 100% des Nennwerts. In
1836Jr56 braucht eine Gesellschaft, genau wie in 1856, nur 20% verkaufte Aktien, um den Betrieb aufzunehmen
(das Kapital wird im „Escrow“ zurückgehalten), durchläuft dann eine Stufe inkrementeller Kapitalisierung und
erreicht die Vollkapitalisierung (100%) erst in einer späteren Phase der Partie. Ihr Zwilling 1836Jr30 behält
dagegen die sofortige Vollkapitalisierung von 1830 bei.
3. Verstaatlichung: die MESS, direkte Erbin der CGR aus 1856
Diese Mechanik gibt es in 1830 überhaupt nicht. Wenn der erste 6er-Zug gekauft wird, wird ein
Verstaatlichungsereignis ausgelöst, das Marker vom Plan entfernt und eine neue Staatsgesellschaft entstehen
lässt, die MESS (Maatschappij tot Exploitie van de Staats-Spoorwegen), gebildet aus übrig gebliebenen Aktien
anderer Gesellschaften. Es ist genau dasselbe Konzept wie die CGR aus 1856, nur mit niederländischem Namen und
Setting.
4. Unternehmenskredite, die es weder in 1830 noch in 1836Jr30 gibt
Die Gesellschaften in 1836Jr56 können Kredite zu je 100 F mit 10% Zinsen aufnehmen, bis zu einer Höchstzahl,
die der Anzahl ihrer Aktien in Spielerhand entspricht. Diese Möglichkeit, die es weder in 1830 noch beim auf
1830 basierenden Zwilling gibt, endet mit Erreichen von Phase 6: Ab diesem Zeitpunkt müssen offene Kredite
zurückgezahlt werden, und neue können nicht mehr aufgenommen werden.
5. Nur vier Privatgesellschaften, zwei weniger als in 1830, 1856 und 1836Jr30
1830 hat sechs Privatgesellschaften, und 1856 hat ebenfalls sechs (wie 1836Jr30). 1836Jr56 reduziert ihre Zahl
auf vier und geht damit noch weiter als die Reduktion beim auf 1830 basierenden Geschwisterspiel.
6. Die Régie des Postes: eine Privatgesellschaft, die eine bleibende Spur auf dem Plan hinterlässt
Diese Privatgesellschaft, exklusiv in 1836Jr56, erlaubt der besitzenden Gesellschaft, einen „+20“-Marker auf
eine beliebige Stadt oder einen Ort zu legen: Von da an ist der Ort jedes Mal, wenn ein Zug dieser
Gesellschaft dort durchfährt, 20 F mehr wert, für immer. Unter den sechs Privatgesellschaften von 1830 gibt es
nichts Vergleichbares.
7. Ein festes Zertifikatslimit, nicht dynamisch wie in 1856
In 1856 wird das Zertifikatslimit nach der Verstaatlichung neu berechnet, abhängig davon, wie viele
Gesellschaften noch im Spiel sind. In 1836Jr56 bleibt dieses Limit fest (20/13/10, je nachdem ob 2, 3 oder 4
Spieler teilnehmen), unabhängig davon, ob die Verstaatlichung bereits stattgefunden hat: eine bewusste
Vereinfachung gegenüber 1856, die 1830 – ganz ohne Verstaatlichung – nicht einmal braucht.
8. Die Züge aus 1856, mit einem optionalen Schalter für einen Diesel statt des 8er-Zugs
Die Zugpreise in 1836Jr56 (100/225/350/550/700/1.000 F für die Typen 2 bis 8) sind exakt die aus 1856, nicht
die aus 1830. Standardmäßig endet die Partie mit dem 8er-Zug, wie in 1856; eine optionale Regel ersetzt ihn
jedoch durch einen Diesel für 1.100 F mit einem Eintauschrabatt von 350 F pro altem Zug – derselbe Rabatt wie
beim 8er-Zug selbst, nicht die 300 F aus 1830 –, gedacht, um Gruppen, die von 1830 oder 1836Jr30 kommen, ein
vertrauteres Spielende zu bieten.
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